Philip Morris International Sechs Handlungsfelder und eine Kooperation

Mit dem Value Report 2025 konkretisiert Philip Morris International seine Nachhaltigkeitsstrategie bis 2030 und darüber hinaus. Im Fokus stehen sechs Handlungsfelder entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Auch eine Kooperation setzt konkrete Maßnahmen um.

Mittwoch, 27. Mai 2026, 17:33 Uhr
Artikelbild Sechs Handlungsfelder und eine Kooperation
Bildquelle: Everwave

Philip Morris International (PMI)  bewegt sich mit seinem aktuellen Value Plan 2030+ auf einem globalen Spielfeld: Rund 43,5 Millionen erwachsene Konsumentinnen und Konsumenten nutzen bereits rauchfreie Produkte, während etwa 126 Millionen weiterhin Zigarettenmarken des Unternehmens konsumieren. Die rauchfreien Alternativen sind in 106 Märkten verfügbar, klassische Zigaretten sogar in rund 170 Märkten.Die Dimensionen gehen jedoch weit über den Absatz hinaus: Knapp 84.900 Mitarbeitende aus mehr als 130 Nationen, rund 350.300 Vertragslandwirte in 23 Ländern sowie etwa 20.700 Lieferanten bilden das Rückgrat der Wertschöpfungskette. Hinzu kommen 50 Produktionsstätten in 31 Ländern, davon bereits 21 für rauchfreie Produkte. Auch im Handel zeigt sich die Transformation: 315 eigene Retail-Stores und 49 Servicecenter unterstreichen die wachsende Bedeutung direkter Konsumentenkontakte.

Sechs Prioritäten

„Aufbauend auf den Fortschritten der vergangenen zehn Jahre beschreibt unsere neue Strategie, wie wir unser Geschäftsmodell weiterentwickeln – ausgerichtet auf Schadensreduktion und die Schaffung von Mehrwert“, heißt es im Bericht. Der Value Plan übersetzt diesen Anspruch in sechs konkrete Handlungsfelder: Konsumentinnen und Konsumenten, Kreislaufwirtschaft, Mitarbeitende, Lieferkette, Klima und Natur. Für den Convenience-Handel besonders relevant: Die Verzahnung von wirtschaftlichen Zielen mit regulatorischen Anforderungen und gesellschaftlichen Erwartungen.

Der Blick auf die Kundschaft

Im ersten Handlungsfeld geht es um verantwortungsvolles Marketing, Vertrieb und Jugendschutz. „Die Art und Weise, wie wir unsere Produkte vermarkten, verkaufen und zugänglich machen, ist entscheidend“, betont Philip Morris. Die Ziele sind klar formuliert: Bis 2030 sollen mehr als zwei Drittel des Nettoumsatzes aus rauchfreien Produkten stammen. Gleichzeitig wird der Zugang streng reguliert – etwa durch eine vollständige Altersverifikation im Onlinehandel oder Programme wie „Challenge 30“, die eine Erfolgsquote von über 95 Prozent erreichen sollen. Für Händler bedeutet das: Die Anforderungen an Alterskontrollen und verantwortungsvolle Abgabe steigen weiter.

Recycling und Produktverbesserung

Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Kreislaufwirtschaft. Der Tabakwarenhersteller will den Lebenszyklus seiner Produkte konsequent nachhaltiger gestalten, von den Materialien über die Nutzung bis zur Entsorgung. Konkret soll das heißen: mindestens zehn Prozent Recyclinganteil bei elektronischen Geräten bis 2030 und Anti-Littering-Programme in Märkten, die 80 Prozent des Auslieferungsvolumens abdecken. Auch neue Produktlösungen wie kunststofffreie Filter stehen auf der Agenda. Gerade im Convenience-Umfeld, wo Verpackung und Entsorgung eine große Rolle spielen, dürfte das an Bedeutung gewinnen.

Mitarbeitende und Lieferkette

Neben der eigenen Belegschaft richtet sich der Blick stark auf die Lieferkette. Philip Morris formuliert den Anspruch, „die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten nachhaltig zu verbessern“: 2025 lag die Kinderarbeitsquote bei null Prozent, und 99,6 Prozent der Vertragslandwirte erzielten ein existenzsicherndes Einkommen. Bis 2030 sollen 90 Prozent der priorisierten Lieferanten definierte Nachhaltigkeitsstandards erfüllen.

Minderung und Anpassung

Ein zentrales Element des Value Plans ist die Klimastrategie. Das Unternehmen strebt Netto-Null-Emissionen bis 2040 an, mit klar definierten Zwischenzielen. Dazu zählen unter anderem eine Reduktion der direkten Emissionen um 50 Prozent bis 2030 sowie umfangreiche Maßnahmen entlang der Lieferkette. „Unsere Klimastrategie verbindet Minderung und Anpassung“, heißt es im Bericht. Neben Emissionsreduktion geht es auch um die Widerstandsfähigkeit von Standorten und Lieferketten.

Schutz der Ressourcen

Ergänzt wird die Klimastrategie durch konkrete Ziele im Bereich Biodiversität, Wasser und Wälder. Man verfolge das Ziel eines „No Net Loss“ natürlicher Ressourcen. Dazu gehören unter anderem entwaldungsfreie Lieferketten bis 2026, der Ausbau regenerativer Landwirtschaft sowie eine deutlich effizientere Wassernutzung in der Produktion. Bis 2033 soll ein vollständig zirkuläres Wassermanagement an priorisierten Standorten erreicht werden.

Partnerschaft mit Everwave

Über den Value Plan 2030+ hinaus ist Philip Morris eine Zusammenarbeit mit Everwave eingegangen. Das Aachener Unternehmen entfernt Plastik aus Flüssen. Bislang waren das mehr als 2,5 Millionen Kilogramm. Entsprechend finanziert PMI über sogenannte „Plastic Credits“ die Bergung von Abfällen. Gleichzeitig beteiligt sich das Unternehmen an Cleanup-Aktionen. Ein weiterer Baustein ist die Sensibilisierung der Konsumentenschaft – etwa durch Kampagnen wie #1Like1Kilo rund um den World Earth Day. Für jedes Like wird ein Kilogramm Müll gesammelt.