Rauchende Jugendliche Reemtsma fordert Klarheit statt Verwirrung

Zu Beginn der Woche haben das Statistische Bundesamt und auch das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit aktuelle Daten zur Rauchprävalenz in der Bevölkerung in Deutschland veröffentlicht. Dazu äußert sich Tabak- und Vape-Hersteller Reemtsma.

Mittwoch, 27. Mai 2026, 10:08 Uhr
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Bildquelle: Messe Dortmund

Der Drogen- und Suchtbeauftragte des Bundes Hendrik Streeck sieht die Ursache des steigenden Tabak- und Vape-Konsums bei „verlockenden Geschmacksrichtungen“ in E-Zigaretten und Vapes und fordert Aromenverbote und höhere Tabaksteuern. Die in den Veröffentlichungen enthaltenen Daten zur Rauchprävalenz von Jugendlichen kommentieren Reemtsma als zweitgrößter Hersteller für Tabak- und Nikotinprodukte im deutschen Markt wie folgt. „Die heute veröffentlichten Zahlen zur Rauchprävalenz unter Jugendlichen verdienen eine sorgfältige und differenzierte Einordnung. Auffällig ist zunächst eine starke Diskrepanz: Während das Statistische Bundesamt für die 15- bis 17-Jährigen eine Raucherquote von fünf Prozent ausweist, berichtet das BIÖG für 12- bis 17-Jährige einen Anstieg auf 9,6 Prozent und insbesondere für 16- und 17-Jährige noch deutlich höhere Werte (17,6 Prozent). Diese Unterschiede sind erklärungsbedürftig und verdeutlichen, wie stark solche Ergebnisse von Methodik, Stichprobe, Altersabgrenzung und tatsächlicher Nutzungsdefinition der Produkte abhängen.“

Klar sei zugleich, dass Reemtsma den vom BIÖG beobachteten Anstieg sehr ernst nehme. Jugendschutz habe für Reemtsma als verantwortungsvoller Hersteller seit Langem oberste Priorität und jeder Anstieg verdiene Aufmerksamkeit und Konsequenzen. Ebenso wichtig sei  jedoch eine objektive Bewertung der Datenlage. „Sowohl das Statistische Bundesamt als auch das BIÖG liefern Datengrundlagen, die auf großen Stichproben basieren und damit aus unserer Sicht belastbarere Ergebnisse bieten als methodisch umstrittene Erhebungen wie etwa DEBRA, die auf Basis sehr geringer Fallzahlen in der Vergangenheit noch weitaus höhere Quoten jugendlicher Rauchender ermittelt haben will.“

Reemtsma fordert, dass unterschiedliche Zahlen nicht zu vorschnellen Schlussfolgerungen führen dürfen, etwa in Form drastischer Tabaksteuerhöhungen oder pauschaler Aromen- oder Produktverbote. Denn der Langfristtrend der vergangenen gut 20 Jahre zeige: „die bestehenden Jugendschutzvorgaben in Deutschland sind wirkungsvoll. Was es jetzt braucht, ist Klarheit statt Verwirrung – und ein gemeinsamer Fokus darauf, den Jugendschutz mit Augenmaß weiter zu stärken.“