Ladenbau Mit Sicherheit gute Geschäfte - Seite 3

Kundenorientierte Erlebniswelten zu schaffen, das ist eine der ganz wesentlichen Aufgaben im modernen Ladenbau. Aber es geht stets um mehr, als nur um die Inszenierung von Produkten oder um die möglichst einzigartige Shop-Einrichtung.

Mittwoch, 12. November 2014 - Kleinfläche
Artikelbild Mit Sicherheit gute Geschäfte - Seite 3

Inhaltsübersicht

Neben aller notwendigen Sicherheitstechnik spiegelt sich der Anspruch des Kunden an das Produkt im besten Fall im Ladenbau wider. „Verlangt wird ein professionelles Umfeld, hygienische Verfahren und Abläufe, Qualität der angebotenen Produkte und nicht zuletzt ein exzellenter Service,“ so Josef Walz, Niederlassungsleiter bei der Si-Q Objekt GmbH, Sigmaringen. Funktional und sicher alleine reicht nicht.

Eine Rückbesinnung auf die alten Werte ist hier das Stichwort. Der Used Look, gesehen bei Temma oder Emmas Enkeln holt die gemütliche und entspannte Atmosphäre vergangener Zeiten selbst in den Convenience-Shop der hektischen Großstadt. Die Hinwendung zu Kleinflächen und zum Nahbereich, so eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, Berlin, finde aktuell bereits bei vielen Handelsunternehmen statt und werde sich weiter fortsetzen, sozusagen als Trend hin zur Rückbesinnung auf das Tante-Emma-Format vergangener Jahrzehnte.

Convenience-Shops, die emotional aber auch funktional überzeugen können und es dem Kunden ermöglichen, in der Nähe des Wohn- und Arbeitsorts zu möglichst jeder Tages- und Nachtzeit einkaufen zu können, haben gute Perspektiven für die Zukunft. Dabei werden authentische Konzepte vom Kunden honoriert. Erfolgsfaktoren sind ein attraktives Ambiente und eine gute Orientierung, dank der die Ware schnell zu finden ist. Der Kunde möchte seinen Einkauf zügig erledigen können und gleichzeitig etwas geboten bekommen. Heute werden Erfahrungen aus dem Neuromarketing beim Ladenbau berücksichtigt und die Sinne des Kunden über verschiedene Ebenen angesprochen.

Kürzere Fristen

Die Zeiten werden immer schnelllebiger – und damit auch das Konsumverhalten der Verbraucher. Der Markt reagiert darauf mit kürzeren Zyklen bei der Umgestaltung der Warenangebote und deren Präsentation. So werden in immer engeren Zeiträumen das Produktumfeld, sprich die Ladeneinrichtung, sowie die Art der Warenpräsentation an aktuelle Trends angepasst. Alle 8,6 Jahre wird bei Lebensmitteln im Schnitt in den Ladenbau investiert. Die Gesamtinvestitionen des Handels in den Aus-, Um- und Neubau seiner Geschäfte lagen in 2013 bei 6,8 Mrd. Euro und erhöhten sich damit nochmals um 700 Mio. Euro zum Vergleichsjahr 2010. Allein in die Einrichtung neuer Geschäfte investierten die Handelsunternehmen im letzten Jahr 1,75 Mrd. Euro. Das ergab der EHI Laden-Monitor 2014, dessen Ergebnisse auf der EuroShop in Düsseldorf präsentiert wurden.

Fotos: Aichinger, Walz, Schaefer