Ladenbau Mit Sicherheit gute Geschäfte - Seite 2

Kundenorientierte Erlebniswelten zu schaffen, das ist eine der ganz wesentlichen Aufgaben im modernen Ladenbau. Aber es geht stets um mehr, als nur um die Inszenierung von Produkten oder um die möglichst einzigartige Shop-Einrichtung.

Mittwoch, 12. November 2014 - Kleinfläche
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Inhaltsübersicht

Unabdingbar ist auch das Wissen um versicherungsrechtliche Erfordernisse und die dazugehörigen rechtlichen Grundlagen. Immer noch glauben zu viele Geschäftsbetreiber, dass ihre Versicherung alle Schäden, die durch Diebstahl oder Raub entstehen, ersetzt. Im Kleingedruckten der Police finden sich aber nicht selten Ausschließungsgründe, die man kennen sollte. Doch die Betreiber müssen sich deshalb nicht gleich zu professionellen Sicherheitsexperten ausbilden; hier empfiehlt sich eine Zusammenarbeit mit entsprechend spezialisierten Fachfirmen.

Eine kostenlose Beratung durch die Präventionsabteilung der kriminalpolizeilichen Beratungsstellen vor Ort kann jederzeit angefordert werden. Umfassende Sicherheitskonzepte, das klingt für den kostenorientierten Unternehmer oft übertrieben aufwändig und kostenintensiv. Tritt der Ernstfall ein, kann es teurer werden. Insbesondere bei hochpreisigen Produktgruppen, wie etwa Tabakwaren. Hier können durch Einbruch schnell sehr hohe Verluste entstehen. Diese sollten daher bei der Ladengestaltung in puncto Sicherheit ganz besonders im Fokus stehen.

Während in immer mehr Shops der Tabakwarenvorrat in einem Tresor gelagert wird, bleibt der Warenbestand im Laden nach Geschäftsschluss zumeist völlig unverschlossen und von außen verlockend einsehbar. Eine Schwachstelle, die einen nächtlichen Blitzeinbruch provozieren kann. Mit brachialer Gewalt verschaffen sich die Einbrecher Zugang zum Laden. Sie kippen die einzelnen Regale einfach nach vorne und räumen so in Sekundenschnelle den teuren Warenbestand ab. Geradezu ein Ding der Unmöglichkeit ist es, wie vielfach empfohlen wird, jeden Abend den gesamten Zigarettenbestand wegzuräumen.

Als sicherste und praktikabelste Lösung bietet sich ein im Boden verankerter, einbruchhemmender Sicherheitsschrank mit Stahlrollo und massiver Verriegelung an. Die Ware bleibt verkaufsstark präsentiert am Platz. Bei Ladenschluss wird lediglich das Rollo heruntergezogen und verschlossen. Abschreckung schon von außen für potentielle Einbrecher inbegriffen, denn so schnell kommt hier kein Krimineller mehr zum Zug. Der Sicherheitsschrank wurde 2001 von Werner Schaefer, Inhaber eines metallverarbeitenden Betriebs in Remagen-Oberwinter entwickelt und hat sich seither in zahlreichen Tankstellen-Shops, bislang überwiegend im Rhein-Main-Gebiet, bewährt. Dank seiner modularen Bauweise kann er aber in einer Vielzahl von Shops eingesetzt werden.

„Der Schrank ist nicht zu knacken“, sagt Andrea Doetsch, zuständig für die Shop-Planung bei der Erich Doetsch Mineralölhandels KG, Andernach. Die Innenarchitektin betreut ein Tankstellennetz von 110 ED-Tankstellen. Sie weiß auch, dass die notwendige Investitionssumme häufig gescheut wird. Wer sich aber durchrechnet, wie hoch der präsentierte Warenwert ist, der binnen weniger Minuten, genau wie die Täter, auf Nimmerwiedersehen verschwinden kann, der steht einer solchen Anschaffung schon deutlich aufgeschlossener gegenüber. Insbesondere, wo verlorener Versicherungsschutz mit dieser Investition in vielen Fällen wiedererlangt werden kann.

Fotos: Aichinger, Walz, Schaefer