Ladenbau Mit Sicherheit gute Geschäfte

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Kundenorientierte Erlebniswelten zu schaffen, das ist eine der ganz wesentlichen Aufgaben im modernen Ladenbau. Aber es geht stets um mehr, als nur um die Inszenierung von Produkten oder um die möglichst einzigartige Shop-Einrichtung.

Aktuelle Ladenbau-Konzepte haben eine ganze Reihe von Kriterien zu erfüllen: Die Einrichtung sollte optisch und haptisch ansprechend sowie hochwertig sein, um den Kunden zum längeren Verweilen einzuladen und zum Kauf anzuregen. Das reicht aber nicht aus. Sie muss unbedingt auch funktional sein und kosteneffizient sowie just-in-time hergestellt werden können. Zudem spielt der Sicherheitsaspekt eine wesentliche Rolle, um Kunden und Mitarbeiter im Shop zu keiner Zeit zu gefährden. Und nicht zuletzt auch, um die angebotene Ware vor Diebstahl und Einbruch zu schützen. Alles in allem, ein Spagat, der da von einem professionellen Ladenbauer verlangt wird.

Der Mehrwert einer Ladeneinrichtung entscheidet sich oft genug an Kleinigkeiten. Ob die jeweilige Lösung alltagstauglich ist, verbirgt sich manchmal in Details, weiß etwa Rolf Vatter, Geschäftsführer beim Ladenbau-Unternehmen Johann Weimann mit Sitz in Selmsdorf bei Lübeck, zu berichten. Er ergänzt: „Sicherheit wird insgesamt bei uns groß geschrieben.“ Grundsätzlich mit Stoppern ausgestattete Schubladen, um das Einklemmen der Finger zu vermeiden, gehören ebenso dazu, wie etwa wetterfeste gefertigte Metallregale für Tankstellen, die rollbar sind. Damit diese sicher an Ort und Stelle verbleiben, sind sie mit Feststellmechanismen versehen. Außerdem spielt bei Outdoor-Möbeln der Diebstahlschutz eine große Rolle. Sie können daher zusätzlich mit einer abschließbaren Jalousie ausgestattet werden.

Sicherheit bedeutet darüber hinaus, dass das reale Produktgewicht bei der Konstruktion von Mobiliar berücksichtigt wird, damit Regalböden die späteren Traglasten auf Dauer halten können. Kippsicherungen für Wandmodule aber auch mit Kindersicherung versehene Steckdosen gehören zu einer sicheren Ladeneinrichtung.

Am Anfang jeder Planung im Shop steht eine Risiko- und Schwachstellenanalyse. Voraussetzung dafür ist zunächst die genaue Kenntnis des Gebäudes. Dann sind versicherungsrelevante Richtlinien sowie die baurechtlichen und technischen Normen zu berücksichtigen. Nur so lassen sich nachträglich notwendig werdende Baumaßnahmen ausschließen. Außerdem kann die Sicherheitstechnik quasi unsichtbar in das jeweilige Shop-Design integriert werden.

Eine planerische Selbstverständlichkeit, sollte man meinen. In der Praxis wird die aber noch immer bei vielen Projekten sträflich vernachlässigt, wie der dlv, Netzwerk Ladenbau e.V., Würzburg, anmahnt. So komme es durchaus vor, dass grundsätzliche Sicherheitselemente, wie eine Alarmanlage, in der Shop-Planung schlichtweg vergessen werden. Überhaupt müssen Händler bzw. Shop-Betreiber, Planer und Ladenbauer bei der Erstellung eng zusammenarbeiten. Nur so können Kenntnisse über mögliche Lücken im Vorfeld erkannt werden. Der Umgang mit bereits bestehenden Sicherheitseinrichtungen und neue Betrugs- und Diebstahlsmaschen können nur gemeinsam zusammengebracht und nur gemeinsam aufeinander abgestimmt werden: Mit Möbel, Schließ- und Sicherheitssystemen, mit intelligenter Videoüberwachung und der Integration von Alarmanlagen.

Fotos: Aichinger, Walz, Schaefer