Knext Ein smartes Konzept

Smarte Gastro-Konzepte in Kombination mit Convenience-Retail und zukunftsorientierter Servicerobotik: wie so etwas in der Praxis wirklich aussehen kann, wird seit einiger Zeit im neuen Showroom von Knext in Dingolfing demonstriert.

Montag, 08. Dezember 2025, 07:06 Uhr
Artikelbild Ein smartes Konzept
Bildquelle: Knext

Direkt angebunden an den Showroom von Knext, einer Innovationsschmiede der SAR Group für zukunftsorientierte Servicerobotik und smarte Gastronomiekonzept, befindet sich nämlich das neue Mitarbeiterrestaurant der SAR Group, das auf 150 Quadratmetern mit etwa hundert Sitzplätzen rund um die Uhr gekühlte Getränke, regionale Produkte und frisch zubereitete Ready-to-Eat-Gerichte anbietet. Von außen verleiht eine dunkle Holzfassade dem Gebäude seinen markanten Charakter. Im Inneren öffnet sich der Raum mit hellem Holz und großzügigen Fensterfronten zu einem lichtdurchfluteten Atrium. Schon die Architektur des Knext Showrooms soll erahnen lassen, was Besucher im Inneren erwartet: „ein Ort der Begegnung – mit innovativem Design, einladender Atmosphäre und hochmoderner technischer Ausstattung“, so die Beteiligten.

Genuss- und Einkaufserlebnisse

Als Partner war 24/7 Retail-Experte Wanzl mitverantwortlich für die Gestaltung und Einrichtung. „Wenn höchste Ansprüche an hochwertige Gastronomie auf Premium-Ladenbau und vollautomatisierte Abläufe treffen, entstehen einzigartige Genuss- und Einkaufserlebnisse“, sind die Partner überzeugt. Vor dem Eintritt authentifizieren sich die Mitarbeiter an einer freistehenden Zutritts-Stele per Scan des Firmenausweises. Anschließend öffnet sich das zweiflügelige Eingangsgate Galaxyport von Wanzl und man kann sich frei im Shop und Restaurant bewegen.

„Der Zutrittsprozess ist wie das gesamte Ladeninterieur flexibel und kundenspezifisch anpassbar. Genauso denkbar wäre eine Zutrittsschleuse mit integrierter Leseeinheit für EC- und Kreditkarten“, erklärt Christoph Kübel, Key Account Manager Digital and Access Solutions bei Wanzl. Im Verkaufsbereich soll eine große Auswahl an gekühlten Getränken, gesunden Mahlzeiten sowie Snacks aus der Region für die Gäste des Mitarbeiterrestaurants sorgen.  Da Shop und Restaurant nahezu personalfrei betrieben werden, sollen alle Abläufe bei Knext intuitiv, autonom und barrierefrei gestaltet sein. Knext-Servierroboter beispielsweise transportieren dabei das schmutzige Geschirr vom Restaurant in die Spülküche. Die Befüllung der Verkaufsmöbel erfolgt allerdings weiterhin manuell durch das Personal. Bis zur Realisierung des Konzepts benötigten die Partner nach eigenen Angaben gerade einmal sechs Monate. „Für den Shop haben wir die Eingangsanlage Galaxyport, das Regalsystem Wire Tech 100, den Verkaufstisch YourTable, Drahteinkaufskörbe der Serie HW, die Kühlung von WSL Refrigeration und Self-Checkout-Kassen geliefert“ , berichtet Kübel weiter.

Personalfrei betrieben

Ein Highlight ist das integrierte Future Café. Auf neun Quadratmetern Fläche bereiten drei Roboterarme in einem gläsernen Café Kaffee-Spezialitäten in „Barista-Qualität“ zu. Sie brühen Tees frisch auf und servieren handgemachtes Gebäck. Harald Rohrmoser, Geschäftsführer von Knext,  berichtet: „Unser Future Café in der BMW Welt in München war 2024 eines der ersten robotergestützten Cafés Deutschlands und eine Revolution auf dem Markt. Sämtliche Handgriffe und Kenntnisse eines erfahrenen Profi-Baristas wurden genau analysiert und in einem intelligenten Automatisierungskonzept abgebildet“. Gegenüber CS betont Kübel: „Das Mitarbeiterrestaurant ist sehr gut angelaufen. Wir freuen uns außerdem, dass bereits konkrete weitere Projekte gemeinsam mit Knext Service Robotics Solutions in der Planungsphase sind. Gemeinsam mit Knext entwickeln wir das Konzept weiter und passen es noch gezielter an die jeweiligen Bedürfnisse vor Ort an.“ Das könnten vielfältige Bedürfnisse sein, denn von der Kombination sollen künftig beispielsweise Hotels, Krankenhäuser und Flughäfen profitieren. „Obwohl oftmals qualifiziertes Personal fehlt, könntn sie ihren Kunden so weiterhin umfassende Leistungen anbieten und Sonderflächen beleben“, ist man bei Wanzl überzeugt.