Tegut Teo wird erwachsen

Das Smartstore-Konzept Teo ist mint-blau geworden. Der Relaunch symbolisiert auch einen Neustart nach der Ausgliederung aus der Muttergesellschaft Tegut. Franchise soll den Rollout beschleunigen.

Montag, 07. Juli 2025, 06:50 Uhr
Artikelbild Teo wird erwachsen
Bildquelle: Smart Retail Solutions

Das Smartstore-Konzept Teo ist mint-blau geworden. Der Relaunch symbolisiert auch einen Neustart nach der Ausgliederung aus der Muttergesellschaft Tegut. Franchise soll den Rollout beschleunigen.

Nun ist es soweit: seit kurzem präsentiert sich der unbemannte Smartstore Teo in einem frischen Mint-Blau. Der älteste personallose Mini-Markt, der vor Jahren unter dem Banner der Muttergesellschaft Tegut eröffnete, zeigt sich nach Umbau mit verändertem Logo, neuer App und neuer Beschilderung. Auffällig Vor allem: am und im Shop gibt es nach dem Relaunch keinen Hinweis mehr auf die einstige Muttermarke Tegut. Das gilt zumindest für den allerersten Standort.

Strategische Neuausrichtung
Entsprechend stellt sich die Frage, was sind die Ziele der strategische Neuausrichtung des Smartstore-Konzepts. „Es war von Beginn an geplant, Teo in eine eigenständige Gesellschaft zu überführen, sobald der Pilotstatus erfolgreich abgeschlossen ist“, sagt Jessica
Becker, Leiterin Marketing und Sprecherin des Unternehmens. Dazu wurde noch 2024 die Smart Retail Solutions, ein Schwesterunternehmen von Tegut, gegründet. Die Überführung in diese Gesellschaft ist nun erfolgt. „Mit diesem Schritt können prozessuale Themen unabhängiger, zum Teil aufgrund unsere agilen Startup-Struktur, auch noch schneller umgesetzt und weiterhin optimiert werden“, begründet sie die Änderung. Die Perspektive Franchise werde dadurch ebenfalls gestärkt. „Wir machen deutlich: Teo ist erwachsen geworden und ein starkes Konzept, das offen ist für alle Kunden, ob B2B oder B2C“, sagt 
Becker. Das soll wohl auch heißen, dass Teo künftig für potenzielle Franchisenehmer offen steht und auf diese Weise die Skalierung des Konzeptes schneller erfolgen kann.

Teo zeichnet nach der Neuausrichtung vor allem ein verändertes Sortiment aus. „Es wurde angepasst, in Anlehnung an vielfach geäußerte und geprüfte Kundenwünsche“, so die Marketingleiterin. Ein Beispiel sei die hinzugekommene Babynahrung, mehr Glutenfreies oder ein Alkoholschrank. Auch gebe es eine verbesserte Zugänglichkeit in den Store: Er erfolgt, wie gehabt, über eine Bankkarte und eine überarbeitete Teo-Markt-App.

Die direkte Teo-Anbindung an Migros soll aber keine Auswirkung auf das operative Geschäft in Deutschland haben. Auch bleibe der Teo-Experte und Geschäftsführer Sören Gatzweiler verantwortlich für die aktuell 41 Standorte. Im Juli werde ein 42. in Trebur eröffnen. „Ansonsten konzentrieren wir uns in diesem Jahr vor allem auf die Umflaggung und Anpassung bestehender Märkte, betrachten in Kürze aber unsere Vision für Teo 2026“, kündigt Marketingleiterin Becker an.