Nahversorgung Gutberlet soll jetzt Tante Enso pushen

Ex-Tegut-Chef Thomas Gutberlet, dessen ehemaliges Unternehmen Tegut jetzt der Migros Zürich gehört, bleibt als COO bei Tante Enso der genossenschalichen Nahversorgung verbunden.

Montag, 16. Februar 2026, 20:20 Uhr
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Bildquelle: Tante Enso

Gutberlet soll bei Tante Enso laut Unternehmen „das operative Geschäft stärken und weiterentwickeln“. Die hybriden Kleinstsupermärkte Tante Enso, die sowohl mit Personal als auch als Smartstore funktionieren, sind 2019 angetreten um „nachhaltig für ein besseres Leben vor Ort“ zu sorgen. Die Shops auf durchschnittlich 230 Quadratmetern, sind dabei rund um die Uhr geöffnet und zu bestimmten Tageszeiten werktags mit Personal besetzt. Das Sortiment soll mit immerhin  3 bis 4.000 Artikeln ein „Vollversorgungsangebot“ darstellen und so, im Gegensatz zu den meisten anderen Convenience-Konzepten, die bestehenden Versorgungslücken an den ländlichen Standorten komplett schließen. Einbezogen werden sollen dabei Kundenwünsche besonders in Richtung regionaler Produkte und unterstützt werden im Rahmen des Herstellerprogramms „Enso Helden“, nachhaltig produzierende Startups, Manufakturen und KMU-Hersteller. Tante Enso sieht sich als Marktführer bei 24/7-Supermärkten in ländlichen Regionen mit etwa 120 Filialen deutschlandweit, 80 eröffneten und 41 in Eröffnungsplanung befindlichen (Stand: 1. Dezember 2025).  Man befinde sich „in einer starken Wachstumsphase“, sagen die Bremer.

Hier sieht auch Gutberlet seine entscheidende Aufgabe, der gegenüber Convenience Shop betont: „Ich freue mich, zusammen mit dem tollen Team bei Tante Enso, die Entwicklung des Unternehmens weiter voran zu tragen und schon in absehbarer Zeit den 100. Tante Enso für die Kunden im ländlichen Raum zur Verfügung stellen zu können –  was in diesen Regionen sichtbar eine Steigerung der Lebensqualität bedeutet.“ Hintergrund der personellen Entwicklung bei dem bremischen Unternehmen mit etwa 600 Beschäftigten, das 2016 gegründet wurde und seit 2018 mit seinen Shops am Start ist, war offenbar, dass sich Co-Gründer Thorsten Bausch, der das Unternehmen mit Norbert Hegmann gründete, aus der Geschäftsführung zurückzieht.