Wer sich als Shop-Betreiber oder -Betreiberin, so wie es sein sollte, damit beschäftigt, was die wichtigsten Kundengruppen des Stores in ihrem Konsum bevorzugen, wird das vor allem auf der Grundlage persönlicher Erfahrungen tun. Und auch wenn es natürlich sehr positiv ist, wenn er oder sie das kann, macht es doch Sinn einmal zu schauen, welche Vorlieben seine insgesamt wichtigste Kundengruppe hat, die er vielleicht nicht berücksichtigt.
Einteilung der
Generationen
Diejenigen, die sich von der wissenschaftlichen oder marktforscherischen Seite damit beschäftigen, haben sich inzwischen mehr oder weniger auf folgende Einteilung geeinigt: Babyboomer (geboren 1946 bis 1964), Generation X (geboren 1965 bis 1979), Generation Y (geboren 1980 bis 1995), Generation Z (geboren 1996 bis 2010) und Generation Alpha (geboren 2011 bis 2025). Eine besonders wichtige Rolle spielen aktuell in den Shops aller Art die Angehörigen der GenZ.
Deutliche Unterschiede
wurden festgestellt
Bereits Ende vergangenen Jahres hatte das weltweit führenden Beratungsunternehmens OC&C im Rahmen der Veröffentlichung seines Einzelhandelsindexes erklärt: „Im Generationenvergleich zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Generation Z und älteren Generationen in Bezug auf ihre Konsumpräferenzen.“ Besonders das Einkaufserlebnis spielt für die jüngere Zielgruppe eine entscheidende Rolle: Die Zahl der GenZ-Befragten, die Spaß als Hauptgrund für ihren Einkauf bei einer Marke nannten, sei fast doppelt so hoch gewesen, wie im Durchschnitt der Kundschaft. Und die Macher der Studie fügten hinzu, dass sich auch in Bezug auf das Vertrauen in Händler – eines der wichtigsten Kriterien für den Kauf – ein klarer Wandel zeige: „Während klassische Faktoren wie zuverlässige Produkte (minus 15 Prozent), faire Preise (minus neun Prozent) und transparente Kosten (minus 13 Prozent) für GenZ an Bedeutung verlieren, rücken Nachhaltigkeit (plus 14 Prozent), Empfehlungen durch Freunde und Familie sowie Innovation (beides plus Prozent) stärker in den Fokus“, so ein Ergebnis.
Kaffee-Geschäft mit den verschiedenen Generationen
Beispielsweise mit dem für die Shops konkret oft sehr wichtigen Kaffeegeschäft beschäftigte sich kürzlich eine Analyse von YouGov Shopper Intelligence. Sie sind der Meinung, dass der Kaffeemarkt vor großen Herausforderungen stehe, weil die Warengruppe Kaffee insgesamt an Käuferreichweite verlieren werde und andererseits andere koffeinhaltige Getränke, wie Energydrinks, eine bessere Performance hätten. „Besonders junge Leute trinken weniger Kaffee pro Kopf und bevorzugen den Konsum von Kaffee ‚out of home‘ “, erklärt das Unternehmen und macht den C-Shops damit natürlich Hoffnung auf ein weiterhin gutes Geschäft damit. Und auch wenn Alexander Schwarz. Director bei YouGov Shopper Intelligence erläutert, dass zwei Drittel der GenZ Haushalte Energydrinks kaufen und zusätzlich immer mehr Firmen kostenlosen Kaffee für ihre Mitarbeiter anbieten, stellt Anne Kristina Porwit, Senior Consultant bei YouGov Shopper Intelligence, eine positive Prognose, wenn sie sagt: „Auch wenn der Kaffeemarkt vor Herausforderungen steht, erreicht die Warengruppe nach wie vor den Großteil der deutschen Konsumenten. Positive Entwicklungen sind darüber hinaus möglich, wenn die Hersteller Trendthemen, wie zum Beispiel Nachhaltigkeit, Gesundheit oder Convenience, in ihren Sortimenten aufgreifen.“
Thema Ernährung
im Mittelpunkt
Mit dem Thema Ernährung der jungen Generationen beschäftigt sich auch der aktuelle Vegocarcy Report 2025 des Unternehmens Picadeli. Darüber berichten wir in der nächsten CS-Ausgabe, ebenso wie über gezielte GenZ-Aktivitäten der Industrie und die Relevanz der unterschiedlichen Generationen beim Thema Recruiting.