Wettbewerbefähigkeit Jung und innovativ

Auch in Deutschland sind Innovationen von jungen Innovatoren wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit der Lebensmittelwirtschaft. Hier einige spannende Beispiele.

Montag, 07. Juli 2025, 09:41 Uhr

Finanzielle Unsicherheiten, fehlende Strategien und Vorschriften wie die Novel-Food-Verordnung der EU behindern die Innovationsleistung von Unternehmen, heißt es in der Studie „Barriers to Innovation – Welche Hürden verhindern, dass Food-Unternehmen innovativer sind?“ von DHBW Heilbronn, dem Innovation-Hub Food Harbour Hamburg und TUM Venture Labs. Der Mangel an Kooperation zwischen Unternehmen und externen Akteuren begrenze das Innova­tionspotenzial erheblich, so ein Fazit der Analyse. Innovationshubs und -cluster sollen dabei helfen, Startups sowie Kooperationen mit etablierten Unternehmen aus Industrie und Handel zu fördern. Einige spannende Jungunternehmen stellen wir Ihnen im Folgenden vor:

  • Das Startup Colipi, Ausgründung der Technischen Universität Hamburg, hat ein Verfahren entwickelt, das Alternativen zu Ölen wie Palmöl bietet. Es nutzt ein einzigartiges fermentatives Verfahren, um aus CO2 und anderen kohlenstoffhaltigen Materialien wie industriellen und landwirtschaft­lichen Abfallprodukten, beispielsweise Melasse ein so genanntes „Klima Öl“ zu erzeugen.
  • Mudda Natur baut Quinoa lokal in Hessen an. Dies soll die langen Transportwege, die mit importiertem Quinoa verbunden sind, reduzieren und so Ressourcen schonen. Unter der Marke Mudda Natur gibt es Quinoa-Vollkorn-Mehl, -Frühstücksflocken oder -Pasta.
  • Das Startup Save the Grain, gegründet von Studenten der Universität Köln, hat es zusammen mit seinem Partner Rivopump geschafft, bei Projekten in Afrika, wo oft über 30 Prozent der landwirtschaftlichen Produktion nach der Ernte verloren gehen, die Verluste auf zehn Prozent zu minimieren. Außerdem wird Farmern Zugang zum deutschen Markt ermöglicht. Teil der Lösung ist ein Solar Dryer aus vor Ort verfügbarem Metall und Glas, der bis zu 15 Tonnen Lebensmittel pro Jahr haltbar machen kann. Getrocknete Heilpflanzen wie Hibiskus und Moringa – von Fraueninitiativen – werden hier zu Lande unter dem Namen „FemmePact“ verkauft.
  • Das Münchner Unternehmen Kooray um Gründer 
Kevin Hornik hat ein patentiertes Verfahren zur Herstellung seiner Produkte entwickelt, das es ihm erlauben soll, besonders hochwertige Currysoßen anzubieten. Durch das Produktionsverfahren kann auf Zusatzstoffe verzichtet werden, die in konventionellen Fertigprodukten dagegen oft notwendig sind.
  • Das Hamburger Foodtech-Startup The Raging Pig Company hat sich auf pflanzliche Alternativen zu Schweinefleisch spezialisiert. Die Gründer, Arne Ewerbeck und Constantin Klass, begannen mit der Entwicklung einer veganen Bacon-Alternative. Jetzt sind auch vegane Schinken- und Rostbratwürstchen sowie Bacon-Würze von dem Unternehmen erhältlich.