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Stockheim Stockheim kämpft

Nach der Insolvenz der Stockheim-Gruppe wird nun alles daran gesetzt, das Unternehmen zu retten. Der Geschäftsbetrieb soll deshalb vollumfänglich fortgeführt werden.

Die Nachricht hat die Branche aufgeschreckt: Die Stockheim-Gruppe hatte beim Amtsgericht Düsseldorf einen Antrag auf Einleitung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das Amtsgericht hat den Anträgen stattgegeben und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet.

„Im Rahmen des Eigenverwaltungsverfahrens sollen die Gesellschaften Stockheim GmbH & Co KG, Stockheim Systemgastronomie GmbH & Co KG, Stockheim (Hbf-Köln) GmbH, Restaurationsbetriebe Stockheim GmbH & Co KG, Stockheim Catering Hamburg GmbH und HAGATEC Koordination & Planung GmbH & Co. KG umfassend saniert und wieder wettbewerbsfähig aufgestellt werden“, heißt es. Dr. Biner Bähr, Partner der Kanzlei White & Case Insolvenz GbR, wurde zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Die sechs Stockheim-Unternehmen werden in dem Verfahren von der Wirtschaftskanzlei Buchalik Brömmekamp aus Düsseldorf betriebswirtschaftlich und rechtlich beraten. Darüber hinaus ergänzen Dr. Utz Brömmekamp (Stockheim GmbH & Co. KG), Daniel Meintz (Stockheim Systemgastronomie GmbH & Co. KG und Stockheim (Hbf-Köln) GmbH) sowie Dr. Adrian Bölingen (Restaurationsbetriebe Stockheim GmbH & Co. KG und Stockheim Catering Hamburg GmbH) die jeweiligen Geschäftsleitungen als Sanierungsgeschäftsführer.

„Wir haben bereits im letzten Jahr begonnen, die Kosten im Unternehmen zu senken und so an unseren Umsatz anzupassen. Wir müssen allerdings erkennen, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen, um die Stockheim-Gruppe wieder profitabel aufzustellen, erklärt Geschäftsführer Sven Steinkuhl. Wichtig für alle Beteiligten dabei: Der Geschäftsbetrieb soll vollumfänglich fortgeführt werden, sämtliche Verkaufsstellen und Restaurationsbetriebe bleiben während des Eigenverwaltungsverfahrens weiterhin geöffnet.

Künftig wolle man die eigenen Aktivitäten stärker an geänderten Kundenwünschen im Gastronomiebereich ausrichten. Gleichzeitig werde man sich stärker auf die Kernbereiche Catering und Systemgastronomie fokussieren.

Mit diesem Verfahren nutzt das Unternehmen die Möglichkeiten einer Sanierung unter Insolvenzschutz, also ein Sanierungsverfahren mit dem obersten Ziel des Unternehmenserhalts und der Unternehmensfortführung. „Stockheim bewegt sich einerseits in einem starken Wettbewerb, andererseits ist unser Marktumfeld mittelfristig stabil und zeigt einen positiven Trend. Diese Chance werden wir nutzen. Dazu werden wir unser Geschäftsmodell nochmals überprüfen und wo nötig, Anpassungen vornehmen. Insbesondere die profitablen Geschäftssegmente stehen dabei im Mittelpunkt“, beschreibt Geschäftsführer Özgür Günes die nächsten Schritte.