Bildquelle: Stefan Mugrauer

Edekaexpress Edeka strikes back

Beitragsseiten

Wie erwartet verstärkt die Edeka zügig ihr Convenience-Engagement. Erstmals testet die Regionalgesellschaft Minden-Hannover das Format Edeka Express und setzt damit Zeichen.

12 Uhr mittags in der Fußgängerzone der niedersächsischen Stadt Hildesheim. In einem neuen Shop, der schon von weitem mit seinen beschrifteten Sonnenschirmen und zahlreichen modernen Außensitzplätzen lockt, ist viel los. Der Name und die Marke klingen vertraut, und viele der Kunden greifen schon zielsicher zu den Produkten in den Kühlregalen und der Selbstbedienungs-Backtheke, obwohl erst wenige Tage zuvor Eröffnung war. Doch was sich hier so selbstverständlich präsentiert, ist in der Welt des Lebensmittel-Einzelhandels und natürlich für die Convenience-Branche eine kleine Sensation: Edeka Express. Laut dem Handelsunternehmen ist es „als Vertriebsformat für die Innenstadtlage konzipiert und bietet seinen mobilen Kunden im Hildesheimer Zentrum ein breites und vielfältiges Sortiment“, so die offizielle Verlautbarung.

Worüber wir in der Titelstory der vergangenen Ausgabe von Convenience Shop anlässlich der sich ausweitenden Kooperation von Rewe und Aral schrieben, wurde in der Folgewoche bereits Realität: Edeka schlägt zurück und testet ab sofort sein eigenes Convenience-Format mit dem Schwerpunkt Sofortverzehr und To-go: „In gewohnter Edeka-Servicequalität können die Kunden montags bis samstags von 7 bis 19 Uhr frisch zubereitete Snacks, frische Backwaren oder Obst zum Direktverzehr oder als Mitnahmeartikel für unterwegs kaufen“, so die offizielle Pressemeldung. Denn bei dem 200 qm großen Regiebetrieb in den ehemaligen Räumen eines Friseursalons handelt es sich offiziell nicht um ein Projekt der Edeka-Zentrale in Hamburg, sondern um einen Test der Edeka Minden-Hannover, einem der sieben regionalen Großhandelsbetriebe, die täglich frische Ware in die angeschlossenen Märkte liefern und sich darüber hinaus um Vertriebs- bis zu Expansionsthemen kümmern. In diesem Rahmen sehen die Verantwortlichen auch dieses Engagement.

Ein Jahr lang wurde an dem neuen Konzept von Edeka Express gearbeitet, bevor es jetzt Premiere feierte. Von der Idee her ist der Shop durchaus mit Rewe to go vergleichbar, hebt sich allerdings an der einen oder anderen Stelle auch ab. Hier steht nämlich, ähnlich wie in den SB-Backwaren-Shops die gläserne Backwaren-Selbstbedienungstheke optisch im Vordergrund: An dieser legen sich die Kunden die ausgewählten Produkte auf ihr Tablett, zahlen an der Kasse, und packen ihre Einkäufe dann selber ein oder bringen sie auf dem Teller zur Sitzgelegenheit. Die Kunden haben diese Art und Weise, sich zu versorgen, inzwischen gelernt. Das ist im Edeka Express live zu erleben.

Den Kaffee zur Backware zieht sich der Kunde im Edeka Express allerdings nicht selbst aus dem Automat, sondern bekommt ihn an der Kasse in Bedienung in eine Tasse oder als Coffee to go im Becher direkt vom Personal. Angeboten wird das beliebte Getränk in einer regionalen Variante der Kaffee-Manufaktur Hannover.