U-Store Valora Pilot auf kleinster Fläche

In Hamburg eröffnete der erste umgebaute U-Store. Er dient nun als Proto-Typfür künftige Shops. Neben dem typischen Kiosk-Artikeln spielt vor allem Foodservice eine Rolle. Kein leichtes Unterfangen auf gerade mal 51 qm.

Es ist soweit: Mehr als drei Jahre nach der Übernahme der U-Stores von Lekkerland durch das Schweizer Unternehmen Valora, präsentiert sich die erste Filiale mit neuem Shop-Konzept . In Zusammenarbeit mit der Hamburger Hochbahn, die zu 50 Prozent an der Brand U-Store beteiligt ist, wurde der 51 qm große Shop an der Hamburger U-Bahn-Station Lattenkamp komplett umgebaut. Valora Retail Deutschland nutzt die Filiale als Musterstandort für die künftige Gestaltung ihrer U-Stores. Einen Zeitplan für den Rollout des neuen Designs gibt es jedoch noch nicht. „Wir befinden uns aktuell noch in der Abstimmung mit der Hamburger Hochbahn“, teilt Adrienne Schmidthals, Leiterin Marketing & Communication der Valora Retail Services GmbH, mit. Die detaillierte Vorgehensweise müsse zunächst zwischen den beiden Partner abgesprochen werden.

Einig geworden ist man sich aber bereits darüber, dass die Farben Orange und Blau sowie warme Holztöne die Optik bestimmen und für eine einladende Atmosphäre sorgen sollen. Und auch darüber, dass sowohl Service-Leistungen, als auch Produktangebote zum Teil durch selbst entworfene Comic-Figuren transportiert werden. „Die Gestaltungselemente setzen nebenbei als Hingucker Akzente und lockern das Design des U-Stores auf“, ist man bei Valora überzeugt. Aber nicht nur die Optik hat sich verändert. Auch das Sortiment wurde weiterentwickelt, in Breite und Tiefe überarbeitet und entsprechend den aktuellen Kundenbedürfnissen angepasst. So wurde der Bereich Tabakwaren, der nach wie vor als Frequenzbringer gilt, auf die gängigen Marken reduziert. Valora geht davon aus, dass Tabakwaren in Zukunft aber immer noch 35 bis 40 Prozent des Gesamt-Umsatzes ausmachen. Eine ähnliche Strategie verfolgt das Unternehmen bei Zeitungen und Zeitschriften, auch wenn hier die Umsa tzanteile deutliche geringer ausfallen werden. „Die Top-Titel gehören ins Sortiment und rücken stärker in den Fokus, auch wenn wir insgesamt die Fläche für Print reduziert haben“, erläutert Schmidthals. Außerdem im Programm sind Süßwaren, Biere sowie Weine.

Wichtig war den Verantwortlichen aber auch, die Profilierungskategorie Sofortverzehr zu berücksichtigen. „Der Foodservice muss für den Kunden erlebbar sein und der Aspekt Frische glaubwürdig transportiert werden“, ist Schmidthals überzeugt.

So werden beispielsweise Brezeln direkt im Shop aufgebacken. Im Angebot sind darüber hinaus frische Focaccia sowie weitere zahlreiche süße und herzhafte Backwaren. Nicht zu vergessen: frische Salate, vorgeschnittenes und fertig verpacktes Obst sowie Smoothies. Wer will, kann sich außerdem einen frisch gepressten Orangensaft gönnen. Ein neues Kaffee-Konzept mit Zapfstelle und Service-Bar soll zusätzlich für Frequenz sorgen. Einen Becher Hauskaffee gibt es bereits ab einem Euro, genauso wie den Hotdog, das als Signature-Produkt dient.

Zum guten Service zählt heute auch Free WiFi. Kostenlose Auflademöglichkeiten für Smartphones sind ebenfalls selbstverständlich. Aber manches bleibt auch beim Alten: Fahrkarten für den öffentlichen Nahverkehr sind weiterhin zu haben.