Coop Schweiz Nischen in Zug geschlossen

Die Coop Schweiz wagt den Sprung ins Geschäft mit veganen und vegetarischen Produkten. Am Bahnhof Zug war Premiere.

Donnerstag, 22. Juni 2017, 18:12 Uhr
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Bildquelle: Coop

Es ist eigentlich keine Besonderheit mehr, sich dem Trend zu vegetarischen und veganen Produkten anzuschließen. Schließlich wächst die Zielgruppe derjenigen, die sich fleischlos ernähren oder tierische Zusatzstoffe ganz meiden, stetig. Über ihren Anteil an der Gesamtbevölkerung ist man sich nicht ganz einig, denn es liegen unterschiedliche Zahlen vor. Dennoch hat die Coop Schweiz jetzt für diese noch relativ kleine Zielgruppe eine Einkaufsmöglichkeit in Zug geschaffen. Sie hat einen Vollsortimenter eröffnet, der alle Anforderungen erfüllen soll.

Gesunde Ernährung im Mittelpunkt

Mit Karma, einem Ladenkonzept, dass es nach Angaben der Coop in der Schweiz so bisher nicht gab, trägt das Unternehmen der Nachfrage nach gesunder Ernährung Rechnung. Gleichzeitig stärkt der Händler damit auch seine Kompetenz in den besonderen Produktbereichen. Karma bietet als Vollsortimenter im Lebensmittel-Bereich alles, was Vegetarier und Veganer täglich brauchen und unterscheidet sich damit deutlich von den bekannten Formaten Co op to go, Zopf & Zöpfli oder Marchè Express.

Neben Frischeprodukten umfasst das Sortiment die wichtigsten Grundnahrungsmittel, vegane oder vegetarische Kosmetik-Produkte sowie eine große Auswahl an frisch zubereiteten Getränken. Nüsse und Cerealien können hier selbst abgefüllt werden: Ob Quinoa oder Müsli – jeder kann die für ihn passende Menge bestimmen. Dazu kommt eine abwechslungsreiche Palette an Convenience-Produkten zum Mitnehmen, die das Angebot abrunden. Außerdem gehören Nonfood-Produkte, wie Schreibwaren und Karten zum Sortiment, die besonders auch für Reisende interessant sind.

Das Karma-Konzept ergänzt auch ein Gastro-Element. In der Kaffee- und Tee-Bar mit Sitzecke können die Bahnreisenden entspannen und die besondere Atmosphäre des Ladens genießen. Um diese Kunden besonders anzusprechen, bereitet das Karma-Team jeden Tag spannende und abwechslungsreiche Zmorge-Bowls, Sandwiches sowie Smoothies frisch zu. Am Mittag und Abend wird das Gastro-Angebot durch Salad Bowls und einen veganen Hot Dog ergänzt – alles auch praktisch zum Mitnehmen und draußen Genießen.

Als mutig kann allerdings der Standort für das Pilotprojekt bezeichnet werden. Denn der Karma-Shop liegt im Bahnhof des Kanton-Hauptortes: Mit einem Nischensortiment orientieren sich die Schweizer dadurch in Richtung Convenience-Store. Er liegt an einem hochfrequentierten Standort, mit rund 66.000 Reisenden und Pendlern täglich. Im Umfeld sind rund 20 Shops, unter anderem Bäckereien, ein Döner-Kebab-Haus, Fastfood-Restaurants, Coffee-Häuser, Kioske sowie aus den eigenen Reihen ein Coop-Shop angesiedelt.

Mehrwert für den Kunden

Die Kunden werden überrascht sein, denn viele neue Produkte finden sich im Sortiment des Ladens. So gibt es eine erweiterte Auswahl an hausgemachten Artikeln unter der Eigenmarke Karma. Aber auch Ware von Naturaplan und Délicorn füllt die Regale. Daneben bietet der Shop ein breites Sortiment an passenden Trend-Marken an, wie eine exklusive Auswahl an Produkten der Marke Veganz. Rund ein Drittel der Lebensmittel sind bio- oder fairtrade-zertifiziert.

Einen gewissen Mehrwert haben die Kunden auch dank „Fooby“ mit seinen Kochinspirationen. Fooby ist eine Kochplattform der Coop. Die Kunden finden im Karma direkt bei den Produkten Rezeptflyer, mit Gerichten, die mit wenigen Zutaten schnell zu kochen sind. Jede Woche gibt es ein neues Rezept im Shop zu entdecken.

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