Vorsprung durch Vielfalt TK-Ikone im C-Sortiment

Die Tiefkühlpizza ist heißer denn je – und das nicht nur im Ofen. Mit Rekordabsätzen, neuen Premiumsorten und innovativen Convenience-Lösungen erobern die Hersteller mit ihren Produkten die Herzen der Verbraucherinnen und Verbraucher, auch in den C-Stores.

Montag, 08. Dezember 2025, 06:34 Uhr
Artikelbild TK-Ikone im C-Sortiment
Bildquelle: Wagner Original

Ob luftiger Vorteig aus Süditalien oder Airfryer-kompatible Snacks: Die TK-Pizza wird zur Ikone moderner Ernährung. So hat der deutsche Markt für Tiefkühlprodukte 2025 erneut ein Rekordjahr verzeichnet. Mit einem Gesamtabsatz von über 4,1 Millionen Tonnen –  ein Plus von 2,3 Prozent gegenüber 2024 –  und einem Pro-Kopf-Verbrauch von 50 Kilogramm ist die Kategorie laut Marktforscher Statista so beliebt wie nie zuvor. Besonders die Tiefkühlpizza behauptet sich als Spitzenreiter: 395.000 Tonnen wurden allein 2024 verkauft – ein Zuwachs von 4,5 Prozent. Der Außer-Haus-Markt, zu dem auch Convenience-Kanäle Tankstellen-Shops, Lieferdienste Kantinen und Snackautomaten zählen, hat den Lebensmitteleinzelhandel beim TK-Absatz erstmals überholt. Mit über 2,15 Millionen Tonnen und einem Zuwachs von 4,6 Prozent zeigt sich: Die Zukunft der TK-Produkte liegt tendenziell zunehmend außerhalb des klassischen Supermarkts.

Snacking und Airfryer

Die Convenience-Kanäle reagieren auf diesen Trend mit gezielten Sortimentsanpassungen. Kleinere Portionsgrößen, Airfryer-kompatible Produkte und recyclebare Verpackungen sind längst Standard. Digitale Touchpoints und Online-Bestellplattformen ermöglichen eine nahtlose Integration in den Alltag beruflich stark eingebundener Konsumenten. Hersteller Wagner setzt an dieser Stelle auf die Verbindung von Snacking und Airfryer: „Unser Ziel war es, die beiden Mega-Trends Snacking und Airfryer zusammenzubringen“, erklärt Judith Petit, Head of Corporate Communications bei Original Wagner Pizza (Foto),  zur Einführung der neuen Airfryer-Snack-Sorten. Mit Varianten wie Mozzarella, Salami, Spinat und Burger Style soll die Zubereitung in nur elf  bis zwölf  Minuten gelingen. Das sei ideal für den modernen Convenience-Alltag.

Auch Wettbewerber Dr. Oetker greift diesen Trend auf und integriert Airfryer-Kompatibilität in seine bestehende Produkte-Range: So enthalten die Faltschachteln der Bistro Baguettes bereits jetzt eine Anleitung für die Zubereitung im Airfryer. Auch Intermezzo-Produkte seien entsprechend angepasst worden. Ab Anfang des kommenden Jahres soll diese Veränderung auch durch ein Icon auf der Verpackung für die Konsumenten und Konsumentinnen direkt ersichtlich sein.

Hersteller wie Wagner, Dr. Oetker und Gustavo Gusto setzen zudem auf „Premiumisierung“. Mit der neuen Produktlinie Creazione brachte Wagner 2025 eine Superpremium-TK-Pizza auf den Markt. Der Teig basiert auf einem flüssigen Vorteig, der 20-mal länger ruht als bei Standardprodukten. Die Herstellung erfolgt in Benevento in Süditalien, nicht im Stammwerk Nonnweiler – ein klares Bekenntnis zur Authentizität.

Dr. Oetker verfolgt eine „Pizza-Revolution“ mit größeren Formaten und hochwertigen Belägen. Vegane Varianten gehören für das Unternehmen zu einem vollständigen Sortiment. Mit der Ristorante Pizza Margherita Pomodori vegan, dem Bistro Baguette Spicy BBQ vegan und La Mia Pinsa Spinat vegan bietet Dr. Oetker Produkte für all diejenigen, die sich frei von tierischen Zutaten ernähren möchten. Auch die Verpackung wird zur strategischen Schnittstelle: Einzelverpackungen mit QR-Codes erleichtern die Nachbestellung, flache Formate optimieren die Lagerung in kleinen Kühltruhen. Nachhaltigkeit spielt dabei eine zentrale Rolle. Wagner betont: „Der Umkarton unserer Pizzen besteht zu mindestens 90 Prozent aus recyceltem Material und ist selbst zu 99 Prozent recyclingfähig.“ Die Folie ist vollständig recyclingfähig, und die Produktion erfolgt mit Grünstrom und nachhaltiger Rohstoffbeschaffung. Dr. Oetker verfolgt ebenfalls eine klare Nachhaltigkeitsstrategie. Die Pizzaverpackungen bestehen bereits zu 70 bis 80 Prozent aus Altpapier und einer durchsichtigen, komplett recycelbaren Folie. Auf diese kann das Unternehmen derzeit nicht verzichten, da die Pizzen hochkant transportiert werden, um die Paletten bestmöglich auszulasten. „Die Folie sorgt dafür, dass die gefrorenen Zutaten bei der Lagerung nicht herunterfallen. Eine horizontale Lagerung würde mehr Paletten und zusätzliche Fahrten erfordern – mit entsprechend höheren CO₂-Emissionen“, erklärt Christiane Koßmann, Executive Managerin Marketing Pizza Deutschland bei Dr. Oetker. Die gute Nachricht: Dank einer dünneren Folie konnte Dr. Oetker 2024 bereits 140 Tonnen Plastik einsparen. Nach vollständiger Umstellung aller Produkte werden jährlich 312 Tonnen weniger Plastik benötigt – ein bedeutender Schritt in Richtung Ressourcenschonung.

Convenience-Kanäle als Innovationslabor

Die Convenience-Kanäle werden dabei zum Innovationslabor: Tankstellen bieten Einzelportionen mit POS-Displays, Kantinen setzen auf Großpackungen und einfache Backlösungen, Lieferdienste nutzen TK-Pizza als Basis für individualisierte Angebote, und Snackautomaten integrieren Mini-Pizzen für schnellen Genuss. Data-Driven-Sales ermöglichen eine Sortimentsoptimierung je nach Standort und Zielgruppe – von Berufstätigen über Singles bis hin zu B2B-Kunden. Die TK-Pizza ist mehr als ein schnelles Abendessen. Mit neuen Teigtechnologien, internationalen Sorten und nachhaltigen Verpackungslösungen wird sie zur Premium-Ikone im Convenience-Segment.