Mit dem Thema Ernährung der jungen Generationen beschäftigt sich der aktuelle Vegocarcy Report 2025 von Picadeli, internationaler Anbieter von Self-Service-Salatbars, der bereits Ende 2024 seinen 300. Stores in Deutschland eröffnete. Die Erkenntnisse stammen aus einer umfangreichen Umfrage, die Berater Ipsos im Auftrag des Unternehmens gemacht hatte. Sie wurde laut Picadeli in sieben Ländern Europas sowie in den USA mit über 12.000 Teilnehmern durchgeführt, um deren Essgewohnheiten zu analysieren und herauszufinden, wie ihr Obst- und Gemüsekonsum – oder dessen Fehlen – ihre Gesundheit beeinflusst.
Geschmack ist das Wichtigste
Laut der Studie ist Geschmack über alle Generationen hinweg der wichtigste Faktor bei der Essenswahl. Dennoch gelinge es gesunden Lebensmitteln oft nicht, echte Begeisterung auszulösen – nur vier Prozent definierten gesunde Lebensmittel als „lecker“. Fast die Hälfte der Gen Z befürchte aber, dass ihre Ernährung ihrer Gesundheit schadet – und 92 Prozent sind davon überzeugt, dass eine gesunde Ernährung ihr Leben verbessern könne. Bisher 18 Prozent der Gen Z betrachteten Gesundheit als den wichtigsten Faktor bei der Wahl ihrer Mahlzeit. Gleichzeitig hielten sich nur elf Prozent der Gen Z an die WHO-Empfehlung, täglich 400 Gramm Obst oder Gemüse zu konsumieren. Davon nennen 22 Prozent mangelnden Zugang als Hauptbarriere und mehr als ein Viertel gab an, sich Gemüse schlicht nicht leisten zu können. Laut dem Vegocracy Report glauben 43 Prozent, dass die soziale Medien ihre Wahrnehmung gesunder Ernährung beeinflussen – bei Gen Z liegt dieser Anteil sogar fast 50 Prozent höher. In der digitalen Welt der jüngeren Generationen sind Instagram (77 Prozent), TikTok (66 Prozent) und YouTube (47 Prozent) die wichtigsten Plattformen, die definieren, was als gesunde Ernährung gilt.
Mit relevanten Empfehlungen
Von den Empfehlungen, die Picadeli zur Verbesserung der Situation gibt, könnten aus Sicht von Shop-Betreibern einige besonders relevant sein:
- Obst und Gemüse preiswerter anbieten, damit dann neun von zehn Befragten wirklich Obst und Gemüse kauften, wenn es günstiger angeboten würde.
- Auch in Shops den Zugang zu erschwinglichen, gesunden Lebensmitteln erleichtern und hoffen, dass dann wirklich 88 Prozent gesunde Optionen häufiger wählen, wenn sie leichter zugänglich sind. Das gilt auch für die 84 Prozent, die sich angeblich häufiger dafür entscheiden, wenn frisches Obst und Gemüse leichter in der Nähe ihrer Schule oder ihres Arbeitsplatzes zu finden wären.
- Den Kunden und Gästen erschwingliche, gesunde Mittagessen anbieten und darauf hoffen, dass beispielsweise die 40 Prozent, die sagen, sie würden sich für einen Salat zum Mittagessen entscheiden wenn er schmackhafter, günstiger und sättigender wäre – dies dann auch wirklich öfter tun.
- Wenn Obst und Gemüse steuerfrei würden und die Shop-Betreiber den Vorteil an ihre Kunden weitergeben, könnten die 85 Prozent der Befragten, die der Meinung sind, dass eine Steuerbefreiung für Obst und Gemüse sie dazu ermutigen würde, gesündere Essensentscheidungen zu treffen, dann zugreifen.
Anders Hviid Klinge, Geschäftsführer Picadeli Deutschland, betont: „Die Frage, was gesündere Ernährungsentscheidungen in Zukunft antreibt, ist eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit.“ Aber auch die Systemgastronomie ist dem Thema auf der Spur. So wollte McDonald‘s Deutschland für seinen zweiten „Burger Dialog“ zum Thema „Zukunft & Landwirtschaft“ wissen, wie diesbezüglich die Stimmung bei der GenZ aussieht und hatte mit YouGov eine Umfrage gemacht. Hier zeigte sich, dass gerade die Generation der 15- bis 30-Jährigen hin- und hergerissen ist: Einerseits stehe der Genuss günstiger Lebensmittel ganz oben, andererseits seien sie sich darüber bewusst, dass der Konsum heimischer Produkte wichtig für die deutsche Landwirtschaft ist.