Die Wettbewerbsbehörden haben Ende vergangenen Jahres den Verkauf der Jet- und Supermarkttankstellen in Deutschland und Österreich genehmigt. Künftig wird ein Joint Venture die Geschäfte der Tankstellen in den beiden Ländern weiterführen. Beteiligt an dieser Kooperation ist auch weiterhin Phillips 66, der bisherige Alleineigentümer der Stationen. Die Mehrheit allerdings halten in Zukunft das Investmentunternehmen Energy Equation Partners (EEP) und Stonepeak, die zusammen über 65 Prozent der Eigentumsanteile verfügen. Beim bisherigen Besitzer verbleiben deshalb nur 35 Prozent. Das bestätigte das Tankstellen-Unternehmen Jet gegenüber dieser Zeitung. Gleichzeitig übernahm Rob Nijst als Interims-Geschäftsführer die Position von Georg Ober, der als Managing Director das Unternehmen in den vergangenen Jahren führte. Ober wird Jet als Vertreter von Phillips 66 im Advisory Board allerdings erhalten bleiben, war aus Hamburg von den neuen Eigentümern zu erfahren.
Kontinuierlicher Ausbau
Die Neupositionierung soll wohl auch bedeuten, dass die Tankstellen-Marke Jet im Markt weiterhin zu finden sein wird. Und nicht nur das. Wie das Energie-Unternehmen betont, soll es einen „kontinuierliche Ausbau unseres Tankstellennetzes und die Erschließung neuer, attraktiver Standorte“ geben. Das gehöre zu den Zielen, die sich Jet „gemeinsam mit den neuen Eigentümern der Marke für die kommenden Jahre gesetzt“ hat. Jet sei eine starke Marke und wurde im vergangenen Jahr zum 16. Mal in Folge von den Verbraucherschaft zur beliebtesten Tankstellen-Marke in Deutschland gewählt, so die Erhebungen von YouGov und Handelsblatt. Grundlage für diese Erfolge sei die Orientierung an den Bedürfnissen der Kundschaft und die Weiterentwicklung des Geschäfts: Deshalb werde der Ausbau und die Erschließung von Geschäftsbereichen und weitere Investitionen in das Netz auch künftig für Jet eine wichtige Rolle spielen, unterstreichen die Hamburger.
Partnerverträge bleiben erhalten
Auch die „enge Zusammenarbeit“ mit den Tankstellenpartnerinnen und -partnern der Jet-Stationen sei eine der wesentlichen Säulen für den bisherigen Erfolg. Deshalb sei es besonders wichtig zu betonen, „dass sich an dieser Zusammenarbeit, den Verträgen mit den Partnerinnen und Partnern und der Konzeption des Geschäftsmodells zu diesem Zeitpunkt nichts ändert“, macht das Energie-Unternehmen deutlich. Man wolle das gemeinsame Geschäft stärken und ausbauen. Und auch die Zusammenarbeit mit Lekkerland bleibe unverändert. Zum einen profitiere Jet als Unternehmen mit seinen Stationen von der logistischen Zuverlässigkeit des Lieferanten. Das mache es möglich, die Warenverfügbarkeit als Markenwert an die Kundschaft weiterzugeben. Zum anderen könne man gemeinsam mit Lekkerland Optimierungen und neue Konzepte für unterschiedliche Segmente der Jet Shops entwickeln, so die Hamburger. In der Kombination stecke großes Potenzial.