Bildquelle: Lekkerland

Frischwerk Frische tanken

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Im weiterentwickelten Frischwerk-Konzept forciert Lekkerland noch stärker den Foodservice. Umgesetzt wurde das jetzt an einer Westfalen-Tankstelle in Greven.

Andre Stracke, Leiter des Bereichs Tankstellen bei der Westfalen AG, und sein Kollege Norbert Kumor, Leiter Convenience, Gastronomie und Dienstleistungen, sind Verfechter des Frischwerks. Das heißt nicht, dass sie das westfaleneigene Konzept für den Compact-Shop verwerfen werden. Aber sie wollen künftig auf kompetente Partner zurückgreifen, wie in diesem Falle auf die Frechener Fachgroßhandlung, sagte Stracke bei der Eröffnung des ersten Frischwerks an einer Westfalen-Tankstelle und des dritten bundesweit. Das Vierte wird Mitte September an einer OMV-Tankstelle in Garching in Betrieb genommen.

Jedenfalls ist das Grevener Projekt nicht nur ein Test. Welche Tankstellen künftig für Frischwerk in Frage kommen, das wird der Standort vorgeben, erklärt Kumor. Für die mittelgroße Stadt zwischen Münster und Osnabrück sprachen die Lage mitten in Greven, unweit der Autobahn, aber doch in einem Wohngebiet mit einem hohen Stammkundenanteil. Das habe zwar die Frage nach ausreichenden Parkplätzen aufgeworfen, aber Kumor ist Pragmatiker: „Dann dürfen eben keine firmeneigenen Fahrzeug oder die Autos der Mitarbeiter die Stellplätze blockieren.“

Die Westfalen hatten im Vorfeld das Netz ihrer rund 260 Tankstellen nach den Kriterien für ein Frischwerk genau analysiert und selektiert. Den Ausschlag für Greven gab schließlich auch das Betreiber-Ehepaar, Peter und Yvonne Kremer. Es war bereit, den Weg dieser neuen Shop-Ära mitzugehen und zeigte sich bereits in der Planung- und Umbauphase sehr engagiert und kooperativ. Ihr Input war wichtig, da sie ihren Standort und das Umfeld am besten kennen, denn das neue Format ist anpassungsfähig, flexibel und maßgeschneidert und kein Konzept vom Reisbrett.

Der Erfolg von Frischwerk werde vom ganzheitlichen Kundenerlebnis getragen, unterstreicht Frank Fleck, Leiter Strategie und Geschäftsentwicklung bei Lekkerland und für Frischwerk verantwortlich. Atmosphäre, Schnelligkeit, Bequemlichkeit, Service, Erreichbarkeit, Produktauswahl, Preis und last but not least die Freundlichkeit sind zu verzahnen.

Lekkerland hatte sich im Vorfeld sehr ausführlich mit dem C-Markt beschäftigt und Shopper-Studien erarbeitet. Diese bestätigten den Frechenern, dass die Nachfrage nach der Unterwegsversorgung in den nächsten Jahren zunehmen wird, weil es gerade die jungen Generationen sind, die sich auswärts verpflegen. Laut Fleck gibt es beim Mittagessen und Abendbrot noch Luft nach oben. Und weil der Gast bzw. Konsument dann essen will, wenn er Hunger hat, sind Tankstellen für ein erweitertes Gastronomie-Angebot prädestiniert, ergänzt Kumor.

Mit einer großen Auswahl an kalten und warmen Snacks, darunter Currywurst und Schnitzel, tritt darum das weiterentwickelte Frischwerk in Greven an. Eine echte Neuheit ist die „Grillbar“, ein Foodservice-Modul, das gemeinsam mit Sternekoch Mario Kotaska kreiert wurden und künftig auch anderen Tankstellen-Betreibern zur Verfügung steht. Currywurst, Frikadellen, Pommes Frites sind zwar Imbissklassiker, aber bisher an Tankstellen nicht unbedingt verbreitet. Jetzt steht ein wartungsarmes Modul ohne Geruchsbelästigung zur Verfügung. Lekkerland liefert die Ware an und unterstützt bei der operativen Führung. Tankstellen-Pächter Kremer gefällt, dass er mit einem Imbissklassiker den Wunsch nach warmen Snacks am Mittag und Abend bedienen kann. Außerdem ist sein Shop rund um die Uhr geöffnet und Anlaufstelle für jene, die während ihrer Nachtschicht gerade einmal nicht im Einsatz sind.