Bildquelle: Hans Jürgen Krone, Edeka Südbayern

Schneller Start Der Nahversorger

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Nach Spar Express und Edeka Express tritt das Handelsunternehmen jetzt mit seinem dritten Convenience-Konzept Edeka Xpress an. Diesen Namen tragen die ehemaligen Tengelmann-Märkte, die in München zu modernen Nahversorgern umgebaut werden.

Die Convenience-Branche diskutiert: Sind die neuen Edeka Xpress-Märkte, die die Edeka Südbayern zunächst in München und dann în weiteren südbayrischen Städten eröffnet, nun der Beginn einer großen Convenience-Initiative des Unternehmens oder nicht? Um es gleich zu sagen, die Frage bleibt weiterhin offen.

Klar ist, dass sich die Handelsorganisation wohl durch die notwendige Verwertung der übernommenen kleinen Tengelmann-Märkte mit Xpress, zumindest in Bayern, wieder klar zum Thema Nahversorgung bekennt. Es handelt sich um ein Kleinflächenformat, das in der Edeka-Welt eine Neuheit darstellt. „Wir haben es entwickelt für Flächen unter 600 qm vorzugsweise in Ballungsgebieten. Damit wollen wir uns auch zur Vertriebsschiene Edeka differenzieren“, erläuterte Claus Hollinger, Geschäftsführer in Südbayern, kürzlich im Interview mit der Lebensmittel Praxis (LP) die Strategie. Bis Ende September sollen in München 50 Xpress an den Start gebracht werden. Dann wird man wohl auch in andere bayrische Städte gehen, so beispielsweise nach Starnberg, Freising, Augsburg und Bad Tölz.

Diese Initiative ist insgesamt sicherlich auch eine Antwort auf die Aktivitäten des Wettbewerbers Rewe, der sich mit Rewe City und auch mit Rewe to go auf diesem Gebiet in der bayrischen Landeshauptstadt in den vergangenen Jahren einen Vorteil bei den städtischen Kunden verschafft hat. Die umgebauten Tengelmann-Märkte sind dabei offenbar eher gegen Rewe City positioniert. In bereits eröffneten Edeka Xpress-Läden, wird das Thema Convenience- oder To-go-Produkte wohl auch deshalb bislang äußerst sparsam inszeniert. In den Stadtteillagen, über die die ehemaligen Tengelmann-Märkte in München verfügen, hält Edeka das moderne Convenience-Konzept offenbar nicht für zielführend. Deshalb sind diese Xpress-Läden im Grunde Mini-Edekas, die durchaus den Anspruch vertreten, mit einem Vollsortiment anzutreten. Das sorgt natürlich für ziemliche Enge in den Geschäften. Hollinger gegenüber der Lebensmittel Praxis: „Wir arbeiten an einer modernen Gestaltung mit neuen Böden, Decken und neuer Farbgebung, durch die schon erkennbar sein wird, dass Sie in einem Xpress-Laden sind. Wir installieren 1,80 Meter - statt 1,60 Meter hohe Regale und die Kühl- und TK-Regale an den Wänden, um Flächenverluste zu vermeiden.“