KI in der Praxis Metro und Relex arbeiten mit KI

Die KI-gestützte Plattform für die integrierte Supply-Chain-Planung von Relex Solutions kommt wohl gut an. Neben Getränke-Dienstleister Trinks und Großhändler Chefs Culinar ist jetzt auch Metro dabei.

Montag, 13. Juli 2026, 08:41 Uhr
Artikelbild Metro und Relex arbeiten mit KI
Bildquelle: Metro AG

Das Unternehmen Relex Solutions bietet eine KI-gestützte Plattform für die integrierte Supply-Chain-Planung an. Diese sei unter anderem „maßgeschneidert für den Einzelhandel“, betont das Unternehmen und ergänzt: „Unsere Lösung unterstützt Unternehmen dabei, Bedarfsprognosen, Disposition, Sortiments- und Preisstrategien, Promotionsplanung, Warenflusssteuerung und Produktionsprozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette effizient zu steuern und kontinuierlich zu verbessern.“  Kürzlich konnte Relex eine Kooperation mit der Metro in Deutschland bekanntgeben. Zudem hat der Anbieter Ende vergangenen Jahres den französische Software-Entwickler Ida übernommen. Dieser hat Software für die Disposition frischer Lebensmittel entwickelt und nutzt eine Plattform künstlicher Intelligenz, um Prognosen zu erstellen und Bestellmengen zu optimieren.

Für den Ultra-Fresh-Bereich

Diese Plattform setzt nach eigenen Angaben die Relex-Lösung für Prognose und Disposition ein, um Verfügbarkeit, Genauigkeit und Nachhaltigkeit im Ultra-Fresh-Bereich zu verbessern. Konkret will der Großhändler seine „Prognose- und Dispositionsprozesse im Rahmen der unternehmenseigenen Entwicklung“ verbessern. Daraus solle dann ein „konsistentes, datenbasiertes Planungsmodell“ entstehen, das für frischere Produkte, bessere Verfügbarkeit und weniger Verschwendung sorgen soll. „Ultra-Fresh-Kategorien erfordern Präzision, Geschwindigkeit und eine enge Zusammenarbeit entlang der gesamten Supply Chain", sagt Alexander Stepannikov, Head of Supplier Collaboration & Ultra-fresh-Ordering bei Metro. „Mit Relex gewinnen wir die Transparenz und Flexibilität, um täglich bessere Entscheidungen zu treffen – für frischere Produkte, weniger Verschwendung und ein verlässlicheres Angebot für unsere Kunden", so Stepannikov weiter. „Metro geht hier einen konsequenten Schritt nach vorne und modernisiert seine Frischwaren-Supply-Chain grundlegend – durch den gezielten Einsatz von Technologie, Daten und KI", sagt Jill Standish, Global Retail Lead bei Accenture. Durch die Zusammenarbeit der Partner will die Metro aber nicht nur die Prognosegenauigkeit, sondern auch Dispositionsentscheidungen automatisieren – um Lagerkosten zu senken und manuelle Prozesse zu reduzieren. „Das System stimmt Nachfrage, Haltbarkeit und Liefertiming besser aufeinander ab, so dass der Warenfluss schneller und bedarfsgerechter wird und Großhandelskunden auf eine verlässliche Verfügbarkeit vertrauen können“, ist der Großhändler überzeugt.

Auch Chefs Culinar und Trinks kooperieren

Im vergangenen Jahr hatte beispielsweise bereits der Gastro-Großhändler Chefs Culinar die Kooperation mit Relex verkündet. Im Februar 2026 gab der auch im Convenience-Business bekannte Getränkelogistikdienstleister Trinks bekannt, dass man künftig auf Relex Solutions in Sachen integrierter Handels- und Supply-Chain-Planung setzen wolle. Ziel der Partnerschaft, so die Botschaft im Februar, sei „die umfassende Optimierung der operativen Prozesse“.