Bildquelle: Convenience Shop

Kimbo Original italienisch

Zwei italienische Traditions-Marken wollen in Deutschland eine neue Coffee-Shop-Marke etablieren: Kimbo und Autogrill. Im Frankfurter Flughafen ist das Pilot-Objekt zu sehen.

Noch ist das Caffé Kimbo im Frankfurter Flughafen das einzige seiner Art in Europa. Mitte vergangenen Jahres wurde es dort eröffnet. Möglich wurde dies, durch eine Kooperation des Kaffee-Herstellers Kimbo und Autogrill. Vor einigen Jahren hat sich der italienische Gastro-Multi nach zahlreichen Tests und Verkostungen mit allerlei Kaffee-Marken dazu entschlossen, der zweitgrößten italienischen Kaffeerösterei den Zuschlag zu geben und Kimbo als Gastro-Marke in die Autogrill-Raststätten und in andere Verkaufsstellen von Autogrill, wie Bahnhöfen und Flughäfen zu holen. Der Coffee-Shop im Frankfurter Flughafen ist europaweit der erste so genannte Concept Store der beiden Unternehmen. Caffè Kimbo Espresso da Napoli, so der vollständige Name, verfügt über 130 qm und befindet sich im Ankunftsbereich des Terminal 1 A, das reichlich Potenzial bietet: 2014 wurden dort mehr als 20 Mio. Passagiere registriert.

Der Shop wurde für Passagiere auf der Durchreise, aber auch für Besucher des Flughafens konzipiert. „Hier vereinen wir die Bequemlichkeit, die man von großen internationalen Kaffeeketten kennt, mit dem Stil einer traditionellen Kaffeebar aus Italien“, sagt Sascha Groß, Marketing-Manager der Autogrill Deutschland GmbH.

Wie der Name bereits vermuten lässt, soll vor allem die italienische, genauer die neapolitanische Kaffee-Kultur im Store gelebt werden. Dazu trägt neben typisch neapolitanischen Snacks, die hier noch an Popularität gewinnne müssen, wie beispielsweise Sfogliatelle (kegelförmigen Blätterteigtasche mit einer süßen Ricottafüllung mit Zimt und Orangenblütenaroma) bei. Natürlich gibt es hier auch den in Neapel sehr beliebten Babbá, einen Napfkuchen mit Rum. Aber es gibt auch Klassiker wie Ciabatta, Pizza und zahlreiche weitere Snacks.

Ein Highlight ist sicherlich die in Deutschland unbekannte Cuccuma. Das Behältnis wurde früher in ganz Italien zur Zubereitung von Kaffee genutzt. Heute greifen nur noch die Neapolitaner auf sie zurück. Die spezielle Zubereitungsart ist für die Baristas im neuen Kimbo-Store deshalb auch Pflicht, denn hier soll ja vor allem die neapolitanische Kaffee-Kultur gelebt werden. Natürlich arbeite man dennoch ständig an der Optimierung des Angebots, aber grundsätzlich komme das Konzept an, teilt Groß mit.

Der Expansionsdrang hält sich noch in Grenzen. Kimbo wird zwar inzwischen in zahlreichen Autogrill-Konzepten als KaffeeMarke geführt, einen weiteren Concept-Store gibt es jedoch noch nicht. Man sei aber an Ausschreibungen beteiligt, sagt Groß.