Coop to go Wenn schon, denn schon

Mit einem neuen to go-Konzept will die Coop in der Schweiz noch stärker am attraktiven Außer-Haus-Markt partizipieren. In den kommenden fünf Jahren sollen 50 neue Stores eröffnet werden.

Der Name lässt es schon vermuten: Die Coop in der Schweiz hat ein neues, convenientes Ladenkonzept entworfen, das ausschließlich den Außer-Haus-Verzehr im Visier hat: Coop to go. Damit will sich das Unternehmen den veränderten Verzehrgewohnheiten der Schweizer anpassen. Dass der erste Shop Mitte August im Bahnhof Zürich Stadelhofen eröffnet wurde, dürfte kein Zufall sein. Bahnhöfe zählen auch in der Schweiz zu den hochfrequentierten und somit attraktivsten Standorten. Insgesamt sollen es bis zum Jahre 2020 rund 50 Stores werden. Das Potenzial scheint vorhanden: Im vergangenen Jahr gaben die Schweizer mehr als 2,6 Mrd. Franken für die schnelle Verpflegung zwischendurch aus. Und da es vor allem die jüngeren Kunden zwischen 15 und 29 Jahren sind, die to go besonders schätzen, hat das Unternehmen das Angebot in dem neuen Coop to go entsprechend angepasst. Und flexibel ist es auch. So gibt es morgens eine Müslitheke mit einer großen Auswahl an Früchten, Jo ghurts und Cerealien, plus veganes Müsli. Hier können die Kunden alles nach eigenem Gusto selbst zusammenstellen. Später, nach der Frühstückszeit, wird diese Selbstbedienungstheke in eine Salatbar umgewandelt. Insgesamt sorgen hier 14 Mitarbeiter dafür, dass der Laden läuft. Ein umfangreiches Angebot an süßen und herzhaften Backwaren, hausgemachten Smoothies, Müslis und Kaffee-Spezialitäten lässt kaum Wünsche offen. „Und es kommt ständig Neues dazu“, betont das Unternehmen. Aber es sind auch Süßwaren wie Riegel und Getränke im Angebot. Hier werden ausschließlich Mono- und Kleinpackungen offeriert. Insgesamt sind 500 Artikel im Programm, davon wurden rund 10 Prozent exklusiv für das neue Format entwickelt. Dieser Anteil soll mittelfristig 20 Prozent betragen.

Wichtig war den Verantwortlichen auch ein urbanes Erscheinungsbild. Dazu beitragen sollen Holzbodenlook und die Backsteinwandoptik und nicht zuletzt auch das eigene Logo. Nicht kleiner als 80 qm, aber auch nicht größer als 200 qm – mit diesen Verkaufsflächen ist bei den kommenden Coop to go zu rechnen. Im Pilot-Shop sind es 100 qm.

Übrigens: Für die Coop ist ein professionelles Take-Away-Angebot nichts Neues, denn das bietet sie auch schon in den klassischen Supermärkten (siehe Kasten). „Nun gehen wir einen entscheidenden Schritt weiter und lancieren ein komplett neues Ladenkonzept, das ausnahmslos Lebensmittel verkauft, die sich sofort konsumieren lassen», sagt Joos Sutter, Vorsitzender der Geschäftsleitung Coop. Der nächste Store eröffnet Anfang November ebenfalls in Zürich. Der erste Shop 2016 ist in Zug Neustadt, im Stadtzentrum, geplant.