Tegut Einkaufen und Klönen

Die Expansion des Tegut-Konzepts Lädchen für alles schreitet nicht so schnell voran, wie die Modernisierung der Supermärkte. Neueröffnungen in diesem Segment stehen immer wieder Schließungen gegenüber.

Langsamer als geplant wächst die Zahl der „Lädchen für alles“, jenem Kleinflächenformat, mit dem das Fuldaer Handelsunternehmen und heutige Migros-Tochter Tegut vor vier Jahren an den Start ging. Die Idee: mit dem Mini-Laden einen Treff- und Mittelpunkt für Einkäufe des täglichen Bedarfs, für Gespräche und soziale Kontakte schaffen.

24 sind es zur Zeit, einer weniger als noch vor einem guten halben Jahr. Davon wurden drei Standorte, und zwar die in Schonungen, Schönberg im Taunus und Villingen im vergangenen Jahr eröffnet. Im Jahr 2015 kommen noch Kleinflächen in den Ortschaften Alzenau, Erfurt-Marbach, Frankershausen und Marburg-Stadtwald dazu.

Nahversorgung der Region mit Produkten aus der Region gehört zur Strategie. Das Konzept sieht das Tegut-Lädchen für alles in drei Größen vor, mit Verkaufsflächen von 100 bis 300 qm. Die kleinste Variante soll Kiosk-Charakter haben. Für den Betreiber ergibt sich bei einem Umsatzpotenzial von einer halben Mio. Euro ein Zusatzverdienst. Bei der mittleren Größe kann mit Erlösen bis zu 700 000 Euro Umsatz gerechnet werden. Die Akteure vor Ort könnten eine Kostendeckung plus kleiner Rendite erwarten. Die große Fläche kann Haupt-Einnahmequelle sein.

Tegut stellt das Kleinflächenkonzept zur Verfügung und liefert die Ware, die bis zum Verkauf im Besitz der Fuldaer bleibt, so dass die selbstständigen Betreiber (übrigens auch Werkstätten, Vereine oder Initiativen) keine Vorkasse zu leisten haben. Für beide Seiten ist dies also ein relativ begrenztes und überschaubares Risiko.

Der Sortiments-Umfang der Lädchen richtet sich nach dem Standort und nicht der Größe. Bis zu 7.000 Artikel sind möglich, ergänzt um Dienstleistungen wie Poststellen, Reinigungsannahme, Lotto, Schuhreparatur usw.