Ausbau des Shop-Konzepts Der Alvore Rollout

Die Westfalen AG entwickelt ihr Shop- und Café-Angebot unter der Marke Alvore weiter. Sie setzt darüber hinaus auf Schnellladeinfrastruktur sowie die Weiterentwicklung der Standorte zu Mobility Hubs.

Montag, 03. August 2026, 06:05 Uhr
Artikelbild Der Alvore Rollout
Bildquelle: Westfalen AG, Münster

Für die Westfalen AG gewinnt das Shop-Geschäft zunehmend an Bedeutung, um die unternehmenseigenen Tankstellen-Standorte abzusichern. Westfalen ist Betreiber von rund 260 Tankstellen, vor allem in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen und entwickelt seine Standorte schrittweise zu modernen Mobility Hubs weiter, betonte der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens Thomas Perkmann im Rückblick auf das Jahr 2025 und auch für das laufende Jahr. Im Zentrum stehe dabei die Shop- und Café-Marke Alvore. Mehr als 30 Tankstellen wurden bereits auf das neue Konzept umgestellt, berichtet Perkmann. „Der Schwerpunkt liegt auf dem Shop-Geschäft mit vielfältigeren Angeboten und Dienstleistungen sowie einem stärkeren Fokus auf alternativen Antriebsenergien“, sagt der Vorstandsvorsitzende. Mit diesem Fokus reagiere Westfalen auf die veränderten Bedürfnisse der Kunden, für die der Tankstellen-Besuch längst mehr sei als das reine Tanken.

Parallel zum Ausbau des Shop-Konzepts investiert Westfalen in die Elektromobilität. Aktuell betreibt das Unternehmen mehr als 120 Schnellladepunkte im eigenen Netz, bis zum Jahresende sollen es rund 150 sein. Auch der Schwerlastverkehr rückt stärker in den Fokus. Im münsterländischen Steinfurt wurde jetzt der erste Lkw-Ladestandort in Betrieb genommen. Drei bis vier weitere Standorte sind geplant. Einen konkreten Zeitplan wollte Perkmann dafür allerdings nicht nennen. Als Grund verweist er auf langwierige Genehmigungsprozesse und fehlende Planungssicherheit. Die Kombination aus klassischem Tankstellen-Geschäft, leistungsfähiger Ladeinfrastruktur und einem ausgebauten Convenience-Angebot zeigt, in welche Richtung sich die Stationen entwickeln sollen: weg vom reinen Kraftstoffverkauf, hin zu vielseitigen Mobilitäts- und Versorgungsstandorten. Allerdings weiß Perkmann auch, dass langfristig das Geschäft an Tankstellen wohl rückläufig sein werde.

Dekarbonisierung bleibt auf Kurs

Trotz wirtschaftlich anspruchsvollen Umfelds, hält Westfalen an seinen Klimazielen fest. Grundlage dafür sind stabile Geschäftszahlen. Das Unternehmen erzielte 2025 einen Umsatz von 2,2 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von 95 Millionen Euro. „Wir sehen, dass das Thema Nachhaltigkeit angesichts kurzfristiger wirtschaftlicher Herausforderungen in den Hintergrund rückt. Unser Anspruch bleibt jedoch: Ökonomie und Ökologie müssen zusammen gedacht werden“, betonte Perkmann.