Die erste Neuheit aus den vergangenen Wochen betrifft die Marke des Unternehmens Rosi‘s Autohof: Mehr als zwei Millionen investierte das Unternehmen in den Autohof-Standort Selbitz im fränkischen Landkreis Hof, den man 2024 übernommen hatte. Beim insgesamt 24. Rosi‘s-Standort in Deutschland wurde laut Unternehmen beispielsweise in das neue Rosi’s Bistro, ein Burger King Restaurant, den Innenausbau sowie moderne Gebäude- und Tanktechnik investiert. Reisende, Lkw-Fahrende, E-Mobilisten und Gäste aus dem Umland sollen jetzt von mehr Komfort, Service und Aufenthaltsqualität direkt neben der A9 profitieren. Das neue Rosi‘s Bistro soll mit „einer frischen, hellen Gestaltung und einer gemütlichen Kaffeesitzecke“ mir rund 20 Sitzplätzen punkten. Das Bistro ist direkt in den Tankstellen-Shop integriert. Das gastronomische Angebot ergänzt das neue Burger-King-Restaurant mit Self-Order-Terminals. Der Gastraum verfügt über rund 100 Sitzplätze, die Terrasse bietet bei schönem Wetter bis zu 40 weitere Sitzplätze und läd zum gemütlichen Verweilen im Freien ein. Für zusätzlichen Pausenkomfort soll kostenfreies Wlan zum mobilen Arbeiten oder privaten Surfen, eine Waschmaschine und ein Trockner sowie moderne Sanitäranlagen mit Behinderten-WC, Fernfahrerduschen und einer Babywickelmöglichkeit sorgen. Auch für E-Mobilisten soll sich der Stopp lohnen: Sechs Schnellladepunkte des Anbieters Allego mit bis zu 300 kW je Ladepunkt sind vorhanden. Der Außenbereich des Rosi‘s Autohofs Selbitz ist auf hohe Frequenzen und unterschiedliche Fahrzeugtypen ausgelegt. Zur Verfügung stehen rund 60 Pkw-Stellplätze und etwa 50 Lkw-Stellplätze. Die Aral Tankstelle bietet gängige Kraftstoffsorten an zwei Pkw- und drei Lkw-Zapfsäulen, einschließlich AdBlue für abgasreinigende Diesel-Lkw und -Pkw.
Zuschlag fürs schwere Laden
Seit Anfang Juli ist außerdem klar, dass die Tank & Rast zusammen mit E.on die Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs in Deutschland vorantreiben kann. Im Rahmen der Deutschlandnetz-Ausschreibung des Bundes haben die beiden Unternehmen gemeinsam den Zuschlag für den Aufbau und Betrieb von Ladeinfrastruktur für schwere elektrische Nutzfahrzeuge erhalten. Das Projekt ist Teil des staatlich unterstützten Aufbaus eines Hochleistungs-Ladenetzes entlang der Bundesautobahnen. Timo Sillober, CEO von E.on Drive Infrastructure, sagte dazu: „Die Elektrifizierung des Pkw hat gezeigt: Ist die Infrastruktur da, folgt der Markt. Beim E-Lkw bauen wir genau diese Grundlage. Als paneuropäischer Betreiber in elf Ländern bringen wir die Erfahrung und das Netz mit. Ab 2027 erweitern wir unser Lkw-Ladenetzwerk um zentrale Autobahnachsen in Deutschland, mit passender Ladeleistung für jeden Betriebsfall.“ Und Peter Markus Löw, CEO der Tank & Rast Gruppe, ergänzte: „Der elektrische Schwerlastverkehr braucht ein Ladenetz, das unterschiedliche Anforderungen entlang und im Umfeld der Autobahnen abdeckt. Unsere Autohöfe sind dabei bereits heute ein wichtiger Baustein. Mit E.on ergänzen wir diese Infrastruktur nun um Ladepunkte an weiteren geeigneten Park- und Pausenstandorten im Autobahnnetz. So entsteht Schritt für Schritt ein dichteres Angebot für die Logistik der Zukunft.“ Das vergebene Los umfasst insgesamt 195 Ladepunkte, die von E.on und Tank & Rast an 24 Standorten umgesetzt werden sollen. Beide Partner, so berichten sie, verantworten jeweils die Hälfte der Standorte und bündeln ihre Kompetenzen: Betrieb und Integration von Verkehrsinfrastruktur auf der einen, sowie Planung, Aufbau und skalierter Betrieb von Schnellladeinfrastruktur auf der anderen Seite. Kern des Projekts sei der konsequente Ausbau von Megawatt-Ladeinfrastruktur. Mit 101 Megawatt-Ladepunkten (MCS) entstehe eine der ersten großskaligen Anwendungen dieser Technologie im öffentlichen Raum. Megawattladen ermögliche es, große Energiemengen in kurzer Zeit bereitzustellen und werde damit zum entscheidenden Faktor für den wirtschaftlichen Einsatz von E-Lkw im Fernverkehr, sind die Partner überzeugt. Ergänzt wird die Megawatt-Ladeinfrastruktur durch 32 400-kW-CCS-Ladepunkte für flexible Zwischenladungen während kürzerer Stopps sowie 62 150-kW-CCS-Ladepunkte für längere Standzeiten und über Nacht. Das Projekt umfasst neben der Ladeinfrastruktur für die Partner auch den Auftrag zentrale technische Komponenten wie Netzanschlüsse, Trafostationen, IT-Anbindung und Reservierungssysteme einzurichten
Mehr Sanifair in Cities
Deutlich über ihre bisherigen favorsisierten Standorte an Autobahnraststätten, Bahnhöfen und Einkaufszentren hinaus, rollt die Tank & Rast zudem ihr Sanifair-Konzept jetzt in hochfrequentierten Innenstädten aus. Nach der Sanifair-Anlage in der Sternstraße in Bonn ist seit kurzem Bochum der zweite Standort in einer zentralen Citylage. Mit dieser Ausweitung seines Hygiene-Konzeptes reagiert das Unternehmen nach eigenen Angaben auf die wachsende Bedeutung attraktiver und hygienischer öffentlichen Sanitärangebote für lebendige Innenstädte. „Kommunen und lokale Händler profitierten von einer verlässlichen Infrastruktur, die die Aufenthaltsqualität erhöht und die Attraktivität des Standorts im Wettbewerb der Einkaufsstädte stärkt.“ Davon sind die Entscheider des Bonner Unternehmens offenbar überzeugt.