SCO-Kassen Wenn die Kunden selbst auschecken

Tankstellen-Betreiber Kuttenkeuler setzt an mehreren Stationen auf Self-Checkout-Systeme. Die Technik werde von den Kunden angenommen, entlaste das Personal und helfe dabei, Stoßzeiten besser zu bewältigen.

Montag, 13. Juli 2026, 08:48 Uhr
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Bildquelle: Kuttenkeuler / Marco Verch

Self-Checkout-Kassen gehören längst nicht mehr nur zum Bild großer Supermärkte. Auch im Tankstellen-Markt gewinnen sie zunehmend an Bedeutung. Einer der Betreiber, der sich früh mit dem Thema beschäftigt hat, ist Kuttenkeuler Mineralöl. Das Kölner Unternehmen hat inzwischen an mehreren Bft-Standorten Self-Checkout-Lösungen installiert und zieht nun eine positive Bilanz: „Wir setzen vollumfänglich die SCO-Kasse von Huth ein“, berichtet David Sommerhäuser, Prokurist bei Kuttenkeuler. Die Systeme wurden an den Standorten Neunkirchen-Seelscheid, Sankt Augustin und Elsdorf in NRW installiert. Über die Terminals können Kunden nicht nur ihren Kraftstoff bezahlen, sondern auch Wäschen, Kaffee und Shop-Artikel erwerben. Vor allem an hoch frequentierten Stationen gibt es Vorteile. Warteschlangen lassen sich reduzieren und zusätzliche Kundenströme können abgefangen werden, ohne dass weiteres Personal an der Kasse benötigt wird. „Die Kassen werden gut angenommen und können größere Kundenströme hervorragend abfangen“, so Sommerhäuser.

Schnelle Kundenakzeptanz

Den Anfang machte die Bft-Tankstelle in Sankt Augustin. Dort wurde Anfang des Jahres der zweite Kassenplatz für die Selbstbedienung umgerüstet. Die Initiative ging maßgeblich von Stationsleiterin Andrea Franken aus, die das System auf einer Branchenmesse kennengelernt hatte und das Projekt vorantrieb. Die Entscheidung erwies sich als richtig. Bereits nach einem Monat wurde ein erheblicher Teil der bargeldlosen Tankvorgänge über den Self-Checkout abgewickelt.

Nach Angaben von Sommerhäuser läuft inzwischen rund jede zehnte Transaktion am Standort Sankt Augustin über den Self-Checkout – mit steigender Tendenz. Bei Kuttenkeuler wird die Technologie ausdrücklich nicht als Ersatz für die klassische Bedienkasse verstanden. Vielmehr übernimmt sie standardisierte und schnelle Vorgänge, während sich die Mitarbeitenden auf Beratung, Service und Zusatzverkauf konzentrieren können. „Die SCO fungiert oft als erweiterter Arm der Kassierer“, erklärt Sommerhäuser. Gerade in Stoßzeiten entstehe dadurch mehr Flexibilität. Kunden mit einfachen Bezahlvorgängen gelangen schneller durch den Shop.

Auch Carsten Müller, geschäftsführender Gesellschafter von Kuttenkeuler und Vorstandsvorsitzender des Bft, sieht darin einen wesentlichen Vorteil: „Platziert in der Kassenzone bringt der SCO Geschwindigkeit und spart parallel Kosten. Ein Kassierer betreut so zwei Kassenplätze.“ Ein weiterer Pluspunkt liegt in der technischen Integration. Da die Lösung auf bestehender Kassenhardware basiert, war die Einbindung in die Infrastruktur vergleichsweise unkompliziert.

Keine Personaleinsparung

Die Erfahrungen zeigen jedoch auch, dass die Begleitung in der Anfangsphase entscheidend ist .„Nach unseren Erfahrungen ist es sehr wichtig, die Kunden ein wenig zu motivieren“, betont Sommerhäuser. Zunächst seien noch keine große Personaleinsparungen sichtbar gewesen, so Stationsleiterin Franken. „Dennoch konnten wir eine Aushilfskraft schon im ersten Monat für andere Tätigkeiten einplanen“, berichtet sie. Neben der persönlichen Unterstützung spielt die Platzierung der Self-Checkout-Kasse eine Rolle. Bei Kuttenkeuler wurde darauf geachtet, dass die Systeme in der Kassenzone und gut sichtbar sind.