Uniti Expo Die Branchenschau

Beitragsseiten

Die Uniti Expo hat sich etabliert. Im zweijährigen Rhythmus traf sich die Tankstellen- und Carwash-Branche zum dritten Mal auf dem Messegelände in Stuttgart.

Sie waren alle vertreten, die Couleurs der Mineralölgesellschaften – wenn nicht selbst mit einer Ausstellungsfläche präsent, so doch für einen Besuch, um sich im Shop- oder Technik-Bereich umzusehen, den partnerschaftlichen Austausch zu pflegen, oder um den einen oder anderen Auftrag zu platzieren.

Als geeigneter Treffpunkt kristallisierte sich auch in diesem Jahr wieder der Genussgarten heraus, ein von Hack und Remagen initiierter Gemeinschaftsstand für die Systemgastronomie und Fast-Food-Branche. Dabei war die Verkostung von Produkten und Snacks eher eine willkommene Randerscheinung. Primär entwickelte sich der Genussgarten zu einer Plattform für all jene, die dort die Chance suchen, sich mit Geschäftspartnern zu vernetzen – gleichermaßen für Lieferanten und Markenartikler, die sich dem Shop-Geschäft verschrieben haben. Zum Aussteller-Verbund zählten natürlich auch die spezifischen Food-Fachgroßhändler, von Lekkerland angefangen, über die MCS bis hin zu Edeka Foodservice.

MCS Marketing und Convenience-Shop System

Sehr nutzenorientiert trat die MCS mit mehreren neue Ansätzen für mehr Shopumsatz auf. Wie Potenziale im Bereich der Ready-to-Drinks zu heben sind, zeigten die Category Manager des Shoplieferanten anhand eines Anschauungsregal mit den Rennern in dieser Warengruppe. Sie habe diese Aufmerksamkeit verdient, so Geschäftsführer Torsten Eichinger. Immerhin machten sie laut Nielsen Convenience Report dreimal so viel Umsatz wie Chips und viermal soviel wie Tafelschokolade.

Eher experimentierfreudig wirkten die Smart Snacks. Unter dem Motto „Bewusst Kraft tanken!“ zeigte MCS die Möglichkeiten innovativer Snacks auf. Vom Proteinriegel über verschiedenste Müsliriegel bis hin zum Ingwer-Shot entwickeln sich die Convenience-Sortimente im Augenblick mit einer Fülle von gesünderen Produktinnovationen. Außerdem zeigten die Offenburger unter tankstellenshop.digital eine Reihe digitaler Dienstleistungen, angefangen von Digital Signage über digitale Preisauszeichnung bis hin zu verschiedenen Online-Hilfestellungen für den Shopbetreiber. Ergänzt wurde das um ein Navigationssystem, das dem Kunden die Auffindbarkeit eines Shops erleichtert. Dazu wird der Store auf einer Vielzahl relevanter Suchplattformen und Navigationsdiensten positioniert.

Lekkerland

An ihrem knapp 600 qm großen Stand zeigten die Frechener ganzheitliche Konzepte sowie modulare Angebote, die nicht nur die heutigen Bedürfnisse von Konsumenten bedienen, sondern die sich dadurch auszeichnen, dass sie sich schnell und einfach in die jeweiligen Shops der Kunden integrieren lassen. Im Foodcourt konnten sich die Besucher eingehend mit dem Bistro-Konzept Fresh & Tasty auseinandersetzen. Eine Komplettlösung, deren Bestandteile auch einzeln in Anspruch genommen werden können. Lekkerland nennt sie Clip-In-Lösungen für das Mittags- und Abendgeschäft. Dazu gehören die Grillbar, die alles rund um Currywurst, Schnitzel und Pommes bietet; der Tai Wok, ein To-go-Konzept, und Die Pizzabäcker, wo die italienischen Klassiker frisch handbelegt und im Steinofen gebacken werden. Erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt wurde Go Fresh, eine Eigenmarken-Range für ultrafrische Produkte, vom Salat bis zum Orangensaft.

Für Andrang sorgte aber der virtuelle Frischwerk-Shop. Bei der Virtual Experience setzte Lekkerland erstmals die Augmented-Reality-Technologie ein. Sie ermöglicht es, das Modell eines Frischwerk-Shops nicht nur virtuell anzuschauen, sondern darin auch Veränderungen vorzunehmen. Die Planung mittels Augmented Reality bietet ein realistisches Abbild, das in 3D-Optik deutlich begreifbarer ist als ein Grundriss auf Papier und damit natürlich Planungen zur Shop-Optimierung realitätsnäher macht.

Edeka Foodservice

Nicht abzusehen war, dass die Edeka ausgerechnet anlässlich einer Tankstellenmesse meldete, ihre Logistik, Sortimente usw. im Foodservice-Bereich zu vereinheitlichen (siehe Titelthema Seite 28). Zudem zeigte sie aber, was im Shop-Bereich von ihrer Seite alles machbar ist. Auf der Ausstellungsfläche in Stuttgart waren Sortiments- und ladenbautechnische Konzepte für Backshops und für Fastfood zu sehen. Dazu kamen Full-Service-Pakete für das Kaffeegeschäft sowie Wein-, Eis-Präsentationen, E-Loadings-Karten und Vendingsysteme für Tabakwaren, um diese in Convenience-Shops zu sichern.