Bildquelle: Ulrike Pütthoff

Seattles Best Coffee Seattle in Königswinter

Im Kaffee-Geschäft der Shops ziehen Marken-Namen. ‧Seattle‘s Best Coffee ist zwar noch relativ unbekannt, doch erste Betreiber geben dem Konzept schon eine Bühne.

Seit zwei Jahren verbreitet sich der Name Seattle auch in Deutschland, und zwar als Kaffee-Marke. Aryzta Food Solutions bietet das Konzept exklusiv für Tankstellen, Convenience-Stores, Bäckereien, Bistros, Café-Lounges, Messegastronomie und die Hotellerie an. Markeninhaber von Seattle‘s Best Coffee ist Starbucks. Aryzta bringt in die Zusammenarbeit mit dem Coffee-House-Betreiber das Wissen um die Bedürfnisse der Kunden in den Zielgruppen und das logistische Know-how ein, um alles aus einer Hand anbieten zu können.

Einer von aktuell zehn Partner ist Roland Heinemann, der in unmittelbarer Nähe zur A 3 in Königswinter eine Aral-Tankstelle der regionalen MÖG Kuttenkeuler gepachtet hat. Erfahrungen hatte er bereits mit dem Aral-Konzept Petit Bistro sammeln können. „Doch das ist keine richtige Marke für ein Kaffee-Konzept“, sagt er und schwenkte auf Lavazza um, bis er im Frühjahr auf der bft-Messe in Münster auf Seattle‘s Best Coffee stieß. Ihm ist bewusst, dass sich der Name in der Shop-Landschaft erst noch etablieren muss. Überzeugt hatte ihn unter anderem die schnelle Umrüstzeit. Nach vier Wochen war seine Kaffee-Bar auf rot-weiß umgeflaggt.

Neu ist unter anderem der Kaffeevollautomat. Heute arbeitet Heinemann mit einer Maschine von Franke, dem aus seiner Sicht leichtesten und besten Gerät. Um das sagen zu können, hatte er genug Vergleichsmöglichkeiten. Die Handhabung sei kinderleicht und die automatische Reinigung einmal täglich erleichtere den Mitarbeitern die Arbeit. Das ist für die Nacht programmiert. An der Tankstelle herrscht zwar ein 24-Stunden-Betrieb, aber dann sei die Kaffee-Nachfrage doch am geringsten. „Das Gerät lässt sich nicht austricksen“, schmunzelt Heinemann, es schalte in den Reinigungsmodus und lässt keinen Aufschub zu. Zum Equipment gehören außerdem eine Sirupstation und eine Kühlkammer für Milch.

Markus Sandmann, Business Development Manager bei Aryzta, sieht das System vor allem unter dem qualitativen Aspekt: „Seattle profitiert vom Produkt- und Marken-Know-how von Starbucks. Die Maschinen sind auf die Bohnen abgestimmt, bringen guten Milchschaum hervor, alles in gleichbleibender guter Qualität.“ Diese werde unter anderem durch die Brühzeit, Mahlgrad und das verwendete Wasser erreicht. Außerdem gibt Seattle die Rezepturen vor.“ Aktuell sind an der Aral-Station neun Kaffee-Varianten im Programm.

Viele Stammkunden fahren die Aral-Tankstelle an, darunter auch zahlreiche Handwerker. Größere Kaffee-Portion war schon seit längerem ihr Wunsch und dem ist Heinemann mit Seattle‘s jetzt nachgekommen: Der große Becher fasst neuerdings 16 oz. der kleine 12 oz. – jeweils 4 oz. mehr als vorher. Künftig geht Heinemann von 2.000 Kaffees im Monat aus, wobei aufgrund der zahlreichen Berufspendlern der Absatz an Samstagen und Sonntagen auf rund 60 Prozent der sonstigen Tagesabsätze zurückgehen wird.