Nikotinbeutel Zwischen Nachfrage und Regulierung

Deutschlands Raucherquote bleibt hoch. Gleichzeitig werden tabakfreie Nikotinbeutel genutzt, obwohl sie hierzulande nicht regulär verkehrsfähig sind. Für den Handel bleibt damit die Frage nach einem klaren regulatorischen Rahmen relevant.

Dienstag, 22. September 2026, 12:53 Uhr
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Nach der DEBRA-Studie rauchten im August 2026 rund 33 Prozent der Bevölkerung. Eine nachhaltige Senkung der Raucherquote ist seit Beginn der Erhebung 2016 nicht erkennbar. Der vollständige Rauchstopp bleibt die beste Möglichkeit, gesundheitliche Risiken zu reduzieren. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) berichtete 2022, dass rund zwei Prozent der Bevölkerung Nikotinbeutel konsumierten und weitere 14 Prozent sie zumindest ausprobiert hatten.

Eine Handelsanalyse von Ipsos im Auftrag von Philip Morris International ergab zudem, dass Nikotinbeutel in 15,8 Prozent der untersuchten Verkaufsstellen angeboten wurden. Ein Drittel der forensisch untersuchten Produkte war gefälscht.
Auch beim Wissen über orale Nikotinprodukte gibt es Lücken. Eine von der Philip Morris GmbH beauftragte Studie unter erwachsenen Rauchern zeigt: Nur 20 Prozent schätzen deren Gesundheitsrisiko geringer ein als das von Zigaretten.

„Statt regulatorischer Grauzonen braucht es einen klaren, risikobasierten Rechtsrahmen, der Produktsicherheit und Jugendschutz stärkt und erwachsenen Konsumenten eine informierte Entscheidung ermöglicht“, sagt Dr. Christoph Neubert, Senior Manager Scientific & Medical Affairs bei Philip Morris und Leiter der Studie. In Schweden sank der Anteil täglicher Raucher unterdessen von 15 Prozent im Jahr 2008 auf 5,6 Prozent 2024. Dort sind orale Nikotinprodukte seit Langem verfügbar.