Bildquelle: Spar Schweiz

Schweiz Der neue Mini soll Spar groß machen

In der Schweiz hat sich der Einzelhändler Spar mit dem neuen Mini-Format Großes vorgenommen. Das Convenience-Format setzt auf Nahversorgung und soll bald ausgerollt werden.

Das Schweizer Einzelhandels-Untenehmen Spar möchte seinen Marktanteil im eigenen Land ausbauen. Denn der liegt zurzeit nicht sonderlich hoch. Rund 2,5 bis 3 Prozent entfallen auf den Handelskonzern mit Sitz in Sankt Gallen. Profitieren kann der erfahrene Einzelhändler dabei von seiner Muttergesellschaft, deren Expertise und offenbar auch von deren Finanzkraft. Seit 2016 gehört das Handelsunternehmen zur Spar Group South Africa.

Nun rollt Spar in der Schweiz ein neues Format aus, das in den kommenden fünf Jahren landesweit die Verbraucher überzeugen soll. Beim Wettbewerb um Marktanteile beginnt der Einzelhändler damit auf den kleinen Flächen. Spar Mini nennt sich das neue Shopkonzept, ein Convenience-Shop, der ein erweitertes Sortiment bietet und sich als Nahversorger und Dorfladen präsentiert. Mitte April eröffnete der verantwortliche Bereichsleiter Rolf Eckstein zusammen mit Shop-Betreiber und Franchisenehmer Daniel Hahn den ersten Standort in Rapperswil am Zürichsee. Doch das soll im laufenden Jahr nicht der einzige Spar Mini bleiben. „Drei weitere Standorte sind 2019 bereits projektiert,“ berichtet Eckstein gegenüber unserem Magazin. Innerhalb der nächsten Jahre sollen bis zu hundert neukonzeptionierte Shops mit dem Mini-Label dazukommen. Allerdings werden nicht ausschließlich neue Standorte eröffnet. Auch bereits bestehende werden umgeflaggt. Da die Läden von Franchisenehmern betrieben werden, heißt das für Spar und ihren Bereichsleiter Eckstein, auch Überzeugungsarbeit zu leisten.

Kleiner als 300 Quadratmeter
Der Rapperswil Mini-Shop-Betreiber ist jedenfalls schon überzeugt. Bis vor zwei Jahren war er Inhaber eines Nahversorgers an gleicher Stelle. Dann musste er das Ladenlokal aufgeben. Nun kehrt es mit Spar-Mini zurück. Das neue Format umfasst künftig kleine Spar-Märkte mit weniger als 300 Quadratmeter Fläche. Die mit Standorte liegen in Wohnquartieren und Dörfern. Diese Quartier- und Dorfläden bieten ihren Kunden rund 4.500 Artikel mit Fokus auf frischen und regionalen Produkten. Gleichzeitig wird eine Convenience-Angebot offeriert mit Produkten zum sofortigen Verzehr.
Wie die bekannten Spar Express Shops – Convenience Stores an der Tankstelle – haben die Minis an sieben Tagen in der Woche geöffnet. Wochentags und samstags jeweils von sieben Uhr morgens bis um 19 beziehungsweise 16 Uhr. Am Sonntag von 11 Uhr bis 17 Uhr. Wie die vor acht Jahren erstmals eröffneten Spar Express-Tankstellen-Shops, sind auch die Minis nach Angaben des Einzelhändlers für das schnelle Einkaufen konzipiert und bieten ein übersichtliches Sortiment an wichtigsten Artikeln für den täglichen Gebrauch.

Von Backwaren bis zu hin zu den Getränken
Neben frischem Brot und Backwaren präsentieren die kleinformatigen Quartier- und Dorfläden ein vergrößertes Angebot an frischen Früchten und Gemüsen, vorzugsweise aus der Region. Auch beim Fleisch und den Milchprodukten liegt der Fokus auf der Regionalität, berichtet Eckstein. Die neuen Mini-Läden wollen aber noch mehr Pluspunkte bieten: Den ganzen Tag über werde frisch gebrühter Kaffee an der Bean Tree Kaffeemaschine in Selbstbedienung offeriert. Dank den Snacks der Fresh to go-Linie gibt es auch eine Foodservice-Angebot. So können die Kunden und Gäste gleich vor Ort den kleineren oder größeren Hunger stillen. „Besonders gut bestückt ist zudem der Getränkebereich“, erläutert der Bereichsleiter. Beispielsweise sei auch das Weinsortiment etwas größer ausgefallen. Last but not least bieten die Spar Minis an ihren Kassen – in Rapperswil gibt es zwei Kassenplätze – auch einen kostenlosen Bargeldbezug über Debit-, Post oder Kreditkarten an.