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Coop Schweiz Fooby will besonders sein

Einen besonderen Convenience-Store, der mehr sein möchte, hat die Schweizer Coop in Lausanne eröffnet. Das Fooby-Konzept baut auf die Location und die Eigenmarke.

„Bei Fooby handelt es sich nicht um einen Convenience-Shop im klassischen Sinn“. Das betont Andera Bergmann von der Schweizer Coop gegenüber unserem Magazin. Allerdings bietet das neuen Outlet der Marke Fooby im schweizerischen Lausanne viele hausgemachte Produkte zur Verpflegung unterwegs an. Es gibt beispielsweise Salatbowls, Sandwiches oder Granola. Doch Fooby will mehr sein: Fooby sei ein Concept-Store und diene als Kulinarik-Labor der Weiterentwicklung der Marke und der ganzen Coop-Gruppe, erläutert Bergmann: „Hier können wir neue und überraschende Dinge ausprobieren – im direkten Austausch mit der Community.“ Doch Fooby ist auch ein C-Store, ein Concept-Store, der Convenience-Shop ist und Manufaktur zugleich. So bringt es der Schweizer Einzelhändler mit eigenen Worten auf den Punkt.

Viel Frische und Handwerk
Eröffnet wurde der Prototyp des neuen Ladenformats im ehemaligen Kursaal-Théâtre in Lausanne. Präsentiert wird viel kulinarisches Handwerk. Das Konzept setzt auch auf Regionalität und Nachhaltigkeit. Vor Ort wird Fisch geräuchert, Kaffee geröstet und auch Brot gebacken. Darüber hinaus können Kunden zuschauen, wenn Würste hergestellt werden oder sie können selbst Wein verkosten. „Das Angebot an frisch im Store hergestellten Produkten ist gewaltig“, lässt sich Joos Sutter, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Coop, zitieren. Hier könne man kulinarisches Handwerk fühlen, riechen und schmecken. „So wie früher“, meint Sutter. Und man kann es auch mitnehmen, direkt essen oder für die Zubereitung zu Hause oder am Arbeitsplatz nutzen. Denn Ready to eat- beziehungsweise Ready to heat-Produkte gehören zum Sortiment.

Die Kernzielgruppe i(s)st vielfältig
Angesprochen werden Konsumenten, die Freude am Essen, an Food-Trends und vielfältigen Produkten sowie neuen Ideen und Rezepten haben. Also vor allem diejenigen, die sich inspirieren lassen wollen und die Abwechslung lieben. Und das zu Preisen, die auch in den Coop-Filialen verlangt werden. Darauf weist jedenfalls Coop-Sprecherin Bergmann hin: Die Produkte würden in der gleichen Preisrange wie in herkömmlichen Filialen des Einzelhändlers angeboten.

Verweilen in Theater-Atmosphäre
Neben den Eigenmarken hat der neue Fooby Store Produkte von insgesamt rund 20 lokalen Anbietern und kleinen Manufakturen in seinen Regalen. Und er setzt bei seinem Sortiment auf Nachhaltigkeit. Im Concept-Store sind nach Angaben des Betreibers rund 70 Prozent der Produkte nachhaltig erzeugt. Ob das auch für die Nonfood-Artikel gilt, die sich im Angebot befinden, blieb zunächst offen. Sicher ist, dass Non-Food-Artikel dabei sind: Ausgewählte Küchenartikel sollen das Kochen in der eigenen Küche zum Erlebnis machen. In der Blumenecke finden Kunden die dazu passende Tischdekoration. Aber auch einen längeren Aufenthalt im Store haben die Schweizer möglich gemacht. Sitzgelegenheiten im Zentrum laden zum Verweilen ein. Dort soll die einstige Theater-Atmosphäre erlebbar bleiben. Genau um diese Atmosphäre geht es, bei der Frage einer möglichen Vervielfältigung des Fooby-Konzeptes. Denn die Location ist Teil des Marken-Stores. Darauf weist auch Andrea Bergmann hin: Grundsätzlich seien weitere Fooby-Stores denkbar. „ Entscheidend wird aber künftig sein, dass ein mögliches Ladenlokal zum Fooby-Concept-Store passen muss – also eine einzigartige Location mit Ausstrahlung ist.“

 

Fooby ist auch ein Concept-Store, der Convenience-Shop ist und Manufaktur zugleich.