Bildquelle: Carsten Hoppen, Koelnmesse

E-Loading Unterschätztes Sortiment

 

Noch immer ist es zu vielen Kunden unbekannt, dass Gutscheine und Gutscheinkarten auch in Tankstellen und Kiosken zu haben sind. Hier heißt es: klotzen statt kleckern!

Weil Weihnachten bekanntlich immer so plötzlich kommt, schlägt dann die besonders große Stunde all jener, die elektronische Gutscheinkarten verkaufen. Zum Fest der Liebe 2016 wollten 37 Prozent der Bundesbürger Gutscheine für einen Online-Shop verschenken und 27 Prozent mit Guthaben für Prepaid-Karten von Mobiltelefonen eine Freude bereiten. So fand es der Digitalverband Bitkom bei einer repräsentativen Umfrage im Vorfeld der Weihnachtsfeiertage heraus.

Nicht wenige – aber noch viel zu wenige – dieser Gutscheine und Gutscheinkarten werden in Tankstellen und Kiosken gekauft. Immerhin: Ein Geheimtipp für E-Loading sind diese Convenience-Verkaufsstätten auch zu Weihnachten nicht mehr. Inzwischen erwirtschaften sie kurz vor der Bescherung überdurchschnittliche Umsätze. Das ergab im Dezember des vergangenen Jahres eine Online-Umfrage von YouGov im Auftrag von Lekkerland. Unter den Last-Minute-Weihnachtsgeschenken waren Gutscheinkarten von Amazon, Douglas und H&M mit Quoten von 61, 50 und 32 Prozent die Renner.

Gutscheinkarten zu Hinguckern machen

Carsten Weber ist Vice President Business Unit Electronic Value bei Lekkerland. Die Umfrageergebnisse sieht er mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Bei aller Freude über die herausragend guten Geschäfte bedauert er mit Blick auf Gutscheine und Gutscheinkarten, dass „Tankstellen und Kioske in Bezug auf ihr Sortiment oft noch unterschätzt werden“. Dabei können viele Kioske und die Tankstellen ohnehin mit Vorteilen wie ihrer zentralen Lage, einer guten Erreichbarkeit und der Schnelligkeit beim Einkauf punkten.

Damit sich das noch weiter herum spricht, empfehlen Carsten Weber und sein Team unter anderem, aus – oft als unpersönlich geltenden – Gutscheinen und Gutscheinkarten echte Hingucker zu machen. Mit wenigen Handgriffen ist das möglich.

Eines der Beispiele dafür: Eine Sektflasche kann dick mit Klebstoff bestrichen und danach in Konfetti oder Glitzer gewälzt werden. An diese spezielle Sektflasche lassen sich Gutschein oder Gutscheinkarte gut befestigen. Eine solche Überraschung dürfte nicht nur unter dem Weihnachtsbaum gut ankommen. Insgesamt gelte: „Bei Impulsartikeln ist eine aufmerksamkeitsstarke Platzierung in der Fastlane besonders wichtig.“

Gutscheinkarten und andere Prepaid-Produkte hat Lekkerland unter dem Kürzel „e-va“ zusammengefasst, das für „Electronic Value“ steht. E-va verkörpere das umfangreichste Prepaid-Sortiment auf dem deutschen Markt. Recht neu im Programm sind die Wunschgutscheine von Digital Wishes. Ihr Vorteil: Der Beschenkte kann sich selbst aussuchen, bei welchen der mehr als 500 Partnern er den Gutschein online einlösen möchte.

Das gesamte Modell von Lekkerland beruht nach den Ausführungen von Christian Weber darauf, dass die Kunden keinerlei Kapitalbindung haben und folglich nicht investieren müssen. Weber: „Alle Karten sind kostenlos bestellbar und wertlos, bis sie über das Terminal aktiviert werden.“

Lekkerland versteht sich bei seinen e-va-Aktivitäten als Full-Service-Dienstleister. Das bedeutet: „Unser Kunde – so etwa Betreiber von Tankstellenshops oder Kiosken – bekommt von uns alles gestellt, was er zum erfolgreichen Verkauf unserer Produkte benötigt.“ Gemeint sind Terminal, Handscanner, Displays, Werbemittel und die Karten selbst.

Nur ein halber Quadratmeter Standfläche

Die Shop-Betreuung schließt neben einer intensiven Beratung im persönlichen Austausch ober über das Internet regelmäßige Merchandising-Rundgänge ein. Bei denen wird auch die Platzierung im Shop kritisch in Augenschein genommen.

Wie wichtig eine gute Platzierung im Shop ist, weiß man natürlich auch bei der MCS Marketing und Convenience-Shop System GmbH – und setzt mit den Mloading-Terminals Akzente. Auf nur einem halben Quadratmeter Standfläche haben hier SIM-Karten der bedeutendsten nationalen und internationalen Mobilfunk-Anbieter, Geschenkkarten von Amazon über Ikea bis hin zu Zalando inklusive der Umsatzrenner von Apple und Google („sehr erfinderisch beim Generieren von Bezahl-Content“), Gutscheine und Aufladeguthaben ihren großen Auftritt. Der sei optisch unübersehbar, erläutert Geschäftsführer Torsten Eichinger. Noch dazu verschwendet er keine teure und wertvolle Regalfläche.

Eichinger ist überzeugt: „Parallel zu den Entwicklungen des Online-Business – insbesondere auch mit virtuellen Produkten – werden sich die Sortimente im Bereich Mloading positiv entwickeln. Online wird hierbei sicher analog schlagen, da sich die Zielgruppen beziehungsweise die Verwenderschaft überschneiden.“ Eine der stärksten Umsatzsäulen ist der Bereich Gaming. Der Anteil an Online-Games auf Spieleplattformen wie Steam und vernetztem Spielen mit den weit verbreiteten Spielekonsolen von Nintendo sowie die X-Box führen dazu, „dass auch die Shops in Form der entsprechenden Karten etwas davon abhaben können.“