Mobilitätsverhalten und Konsumgewohnheiten Was Kunden wollen

Die vierte Erhebung des Competence Centers for Convenience zeigt den Zusammenhang zwischen Mobilitätsverhalten und Konsumgewohnheiten der Menschen auf.

Sonntag, 03. August 2014 - Foodservice
Hans-Jürgen Krone
Artikelbild Was Kunden wollen

Inhaltsübersicht

Spekulationen darüber, wer eigentlich die Convenience-Kunden sind und wann sie warum was kaufen, sind nicht neu. Kein Wunder, schließlich erklärten sich Fachleute den Aufstieg der Convenience-Shops seit Anfang der 90er-Jahre schon damals vor allem damit, dass sie die Bedürfnisse der modernen mobilen Kundenzielgruppen auf besondere Art und Weise erfüllen. Im Auftrag von Lekkerland hat sich Prof. Dr. Sabine Moeller, Leiterin des Competence Centers for Convenience und Inhaberin einer von Lekkerland geförderten Professur für Marketing an der University of Roehampton, Roehampton Business School, London, des Themas wissenschaftlich angenommen. Zusammen mit Dr. Kristina Wittkowski, Postdoktorandin am Marketing Department der EBS Business School, entstand die Studie „Geschmackssache – Mobilitätstypen und ihre Unterwegsversorgung“. Die vierte Erhebung des Competence Centers for Convenience zeigt den Zusammenhang zwischen Mobilitätsverhalten und Konsumgewohnheiten der Menschen auf. Damit, so die Verantwortlichen, sei eine Forschungslücke geschlossen worden. Jetzt kann demnach nicht mehr nur angenommen werden, dass Mobilität und Unterwegsverzehr untrennbar miteinander verbunden sind, sondern es wird auch klar, dass es für die Ernährung einen Unterschied macht, welches Transportmittel der Kunde wählt: „Die ein en kaufen sich ein Brötchen beim Kiosk, um dieses in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit zu essen. Andere nutzen den Tankstopp auf der Fahrt ins Wochenende, um sich schnell noch einen Smoothie zu gönnen.“

Vorgehensweise der Wissenschaftlerinnen: Für die mehrstufige Studie wurden bestehende wissenschaftliche Untersuchungen zu den Themen Mobilität und Unterwegsversorgung gesichtet und analysiert. Auf dieser Basis habe man die für die Kundensegmentierung wichtigen Aspekte abgeleitet und einen standardisierten Fragebogen erstellt, so die Verantwortlichen. Rund 1.000 in Deutschland lebende Personen ab 18 Jahren nahmen an einer repräsentativen Umfrage teil. Aus den Ergebnissen wurden zehn Mobilitätstypen ermittelt „Diese sind jeweils unterschiedlich häufig und lang unterwegs, nutzen verschiedene Transportmittel und haben ihre ganz eigenen Lieblingsprodukte“, erläutert Prof. Dr. Sabine Moeller. So habe man festgestellt, dass der Zweck der Reise, also ob man zur Arbeit oder in der Freizeit fährt, eine große Rolle spiele. Demnach neigen Menschen in ihrer Freizeit eher dazu, sich auswärts etwas zum Essen oder Trinken zu besorgen. Die Studie unterscheidet daher z wischen Arbeits- und Freizeitmobilität. Die fünf Mobilitätstypen, die im Rahmen der Arbeitsmobilität identifiziert wurden, sind: