Mit dem höchsten Gewinn der hundertjährigen Unternehmensgeschichte schloss die Westfalen-Gruppe in Münster das Geschäftsjahr 2024 ab. Westfalen zeige, dass grüne Transformation auch wirtschaftlich erfolgreich sein kann, kommentierte der Vorstandsvorsitzende Dr. Thomas Perkmann die Unternehmens-Bilanz des zurückliegenden Jahres. Mit einem operativen Gewinn vor Steuern von 103,5 Millionen Euro zeigte sich der gesamte Vorstand des Energie-Unternehmens zufrieden. Erstmals seit Bestehen der Westfalen-Gruppe sei damit die 100-Millionen-Marke überschritten worden.
Mehr Umsatz, weniger Investitionen
Der Umsatz blieb stabil bei über 2,1 Milliarden Euro. Das Ergebnis wurde allerdings durch einen Einmaleffekt aus dem Verkauf eines ehemaligen Werkgeländes positiv beeinflusst. Gleichzeitig betonte die Geschäftsführung der Gruppe aber auch, dass trotz der beschriebenen guten Voraussetzung, die Investitionen des Unternehmens auf Grund anhaltender politischer Unsicherheiten hinter den Planungen zurück geblieben seien.
In einem der zwei großen Geschäftsbereichen der Gruppe, dem Tankstellen-Geschäft, zeigte sich laut Vorstand eine robuste Entwicklung. Der Umsatz an den rund 260 Tankstellen der Marken Westfalen und Markant blieb auf hohem Niveau. Gleichzeitig treibe das Unternehmen mit einem der größten konzernunabhängigen Tankstellennetze den Ausbau alternativer Antriebsenergien voran. „Unsere Ladeinfrastruktur umfasst mittlerweile rund hundert Schnellladepunkte – allein im vergangenen Jahr haben wir 32 neue Ladepunkte geschaffen. Zudem haben wir 2024 an ausgewählten Stationen das hydrierte Pflanzenöl HVO eingeführt und bauen dieses Angebot kontinuierlich weiter aus“, berichtete Perkmann. „Wir hätten gerne mehr Schnelllademöglichkeiten errichtet, wurden aber durch regulatorische Rahmenbedingungen und das teils zögerliche Verhalten einzelner Netzbetreiber ausgebremst,“ bedauerte der Vorstandsvorsitzende.
Auch insgesamt blieb das Unternehmen angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zurückhaltend. So räumte Perkmann ein: „Aufgrund politischer Unsicherheit haben wir weniger investiert als geplant.“ Westfalen sei bereit, sich deutlich stärker in Deutschland zu engagieren und zu investieren, auch in E-Mobilität – wenn die Voraussetzungen stimmen. Umfangreich investiere man im laufenden Jahr in Europa.