Bildquelle: Convenience Shop

Paketshops Schritte zu mehr Sicherheit

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Paketshops werden immer wieder von Einbrechern heimgesucht. Eine Ausein-andersetzung mit dem Thema Einbruchschutz lohnt sich also. Convenience Shop gibt Anregungen.

Februar: Einbruch in einem Paketshop in Gera, bei dem rund 20 Pakete entwendet werden. Ebenfalls Februar: Paketshop-Einbruch im nordrhein-westfälischen Monheim; Pakete werden aufgerissen und durchsucht. Juni 2017: Einbruch in einen Supermarkt mit Paketshop in Rothenuffeln in Ostwestfalen. Oktober 2017: Einbruch in einen Mobilfunkladen mit Paketshop in Zwenkau im Landkreis Leipzig. Alle Pakete werden aufgerissen und nach Wertsachen durchstöbert.

Vier Fälle allein aus diesem Jahr. Ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit – und sie zeigen beispielhaft: Auch Paketshop-Betreiber haben allen Grund, sich intensiver mit dem Thema Einbruchschutz zu befassen (sofern noch nicht geschehen).

Versicherung gegen Einbrüche möglich

Die wirtschaftlichen Folgen von Einbrüchen sind oft dramatisch, zumal die Täter in vielen Fällen beträchtliche Sachschäden hinterlassen. Vor diesem Hintergrund empfehlen die Experten des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft den Paketshop-Betreibern den Abschluss einer Geschäfts-Inhaltsversicherung. Diese kann mit einer Hausratversicherung für die Privatperson verglichen werden. Eine der Optionen unter dem Dach einer Geschäfts-Inhaltsversicherung – und die teuerste – ist eine Einbruchdiebstahl-Versicherung.

Zu den Sonderfällen einer Geschäfts-Inhaltsversicherung gehören fremdes Eigentum, das zur Bearbeitung, Benutzung, Verwahrung, zum Verkauf oder zur Reparatur in den Betrieb gebracht wurden sowie bewegliche Sachen, die sicherungshalber an Dritte übereignet wurden. Es sind also ausdrücklich Pakete mitversichert, die im Paketshop aufbewahrt werden.

Investitionen werden belohnt

Bei Einbruchdiebstahl springt die Versicherungsgesellschaft im Übrigen nur dann ein, wenn in dem betroffenen Unternehmen nachweislich Maßnahmen zum Schutz vor Einbrechern ergriffen wurden. Folglich lohnen sich Investitionen in Sicherheitstechnik, denn 44 Prozent aller Einbrüche scheitern an vorhandener Sicherheitseinrichtungen, so die Polizei.

Klar ist: „Patentrezepte zum Schutz von Hab und Gut lassen sich nicht ausstellen“, betont Gregor Lehnert. Er ist der Präsident des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW). Jedes Objekt, das gesichert werden müsse, habe seine Besonderheiten und individuellen Anforderungen. Deshalb erfordere jedes Objekt eine eigene Risiko- und Schwachstellenanalyse, so Lehnert. Dafür können bei Bedarf Sicherheitsprofis herangezogen werden. Erste Einschätzungen liefern zum Beispiel die Beamten der Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen, und das kostenlos.

Das Informationsspektrum wird durch die VdS Schadenverhütung GmbH – eine hundertprozentige Tochter des Gesamtverbandes der deutschen Sicherheitswirtschaft – erweitert. Sie steht den Ratsuchenden ebenfalls kostenfrei zur Seite. Die VdS kennt 2.700 Betriebsarten und geht davon aus, dass es ebenso viele verschiedene Risiken wie Arten von Betrieben und Geschäften gibt.

Je nach Einstufung des Betriebes sind unterschiedliche Sicherungsmaßnahmen vor Ort empfehlenswert.