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Bahnhofsbuchhandel Fordert Zugeständnisse der Vermieter

Der Bahnhofsbuchhandel in Deutschland sieht sich durch die Auswirkungen der Corona-Krise in seiner Existenz gefährdet. Ohne rasche Zugeständnisse der Vermieter drohe schon in Kürze das Aus für etliche Geschäfte, warnte heute der Verband Deutscher Bahnhofsbuchhändler in Düsseldorf. Mit den Flughäfen hätten die Unternehmen inzwischen größtenteils Erleichterungen wie die langfristige Aussetzung der Mindestmieten und Anpassungen der Umsatzmieten vereinbart. Bei dem wichtigsten Vermieter des Bahnhofsbuchhandels, der DB Station & Service, einer Tochter der Deutschen Bahn, sei das aber noch nicht gelungen.

Zwar habe das Unternehmen eine grundsätzliche Gesprächsbereitschaft signalisiert und Lösungen für das kommende Jahr in Aussicht gestellt. Notwendig sei aber eine nachhaltige Lösung noch in diesem Jahr, drängte Verbandschef Torsten Löffler. An Bahnhöfen liege der Umsatz der Presse- und Buchspezialisten um bis zu 70 Prozent unter dem Vorjahr, an Flughäfen sogar um 90 Prozent, berichtete der Verband. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn (DB) betonte, das Unternehmen lasse die Mieter in den Bahnhöfen mit den Auswirkungen der Pandemie nicht allein. "Aktuell prüft die DB, wie sie schnell helfen kann und inwieweit - zusätzlich zu den bereits gewährten Unterstützungen - Hilfe für die betroffenen Mieter in den Bahnhöfen gewährt werden kann".