Neues Shop-Konzept von Dr.Eckert Urbanes Flair

Natürlich, frisch, premium, fair - Was im Lebensmittelhandel bei Konsumenten auf positive Resonanz stößt, verändert nach und nach auch die Shop-Sortimente. Die Unternehmensgruppe Dr. Eckert entwickelte ein entsprechendes Format unter dem Label Adam’s.

Die Unternehmensgruppe Dr. Eckert wählte den Namen des Stammvaters aller Menschen für ihr jüngstes Shop-Konzept: Adam’s im Bahnhof Bietigheim (bei Stuttgart) wird Pate stehen für weitere Shops. Damit wurde einen Prototyp geschaffen, der vom Kerngeschäft abweicht. Auch wenn Tabakwaren, gefolgt von Presse und Buch die Umsatzsäulen sind, unter der Marke Eckert gab es immer auch die Bereiche Snack & Coffee: „Mit Adam’s wollen wir uns gerade in diesem Feld stärker profilieren als bisher“, erklärt Stephan Brübach, Leiter des Geschäftsbereichs Marken-Management und Formatentwicklung.

Die Geschäftsidee hat urbanen Charakter. „Frischer schmeckt“ ist das Motto: Kalte und warme Speisen, Verzicht auf Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker, möglichst aus regionaler Herstellung, Backspezialitäten in Handarbeit gefertigt, frisch selbstgemachte Limonaden oder die Kaffeespezialitäten der österreichischen Traditions-Rösterei Schärf sind die Sortimentsbausteine. „Wir haben unter anderem mit dem eigenen Brotkonzept, den Getränken mit Witz und Kultcharakter sowie mit dem Kaffee auf Niveau eines Wiener Kaffeehauses klassische Produkte neu inszeniert“, ergänzt Brübach.

Die Artikel hat die Unternehmensgruppe gemeinsam mit den Lieferpartnern entwickelt, um auch dauerhaft den Anspruch an das Konzept gewährleisten zu können. Vom Kaffee-Lieferant weiß man zum Beispiel, dass er direkt beim Erzeuger einkauft. Doch die absolute Frische vom Bauern um die Ecke stoße auch an ihre Grenzen, weiß Brübach: „Wir konzentrieren uns aber auf nationale Produkte mit regionaler Ausprägung. Und dabei spielt natürlich zügige Belieferung bei der von uns gewünschten und vom Kunden erwarteten Frische eine wesentliche Rolle.“ Für Presseerzeugnisse, Tabakwaren und Süßwaren ist bei Adam’s allerdings kein Platz. Dafür hat die Gruppe Formate wie Eckert, Ludwig und Barbarino im Portfolio.

Mit dem Adam’s in Bietigheim hat Dr. Eckert durch eine veränderte Flächennutzung im Bahnhof sein Angebot auf eine breitere Basis gestellt. Dazu kommt demnächst noch ein Barbarino-Shop. Er löst das ehemalige Tabak- und Convenience-Geschäft ab, das übergangsweise bis zum Abschluss der Bauarbeiten noch in einem Container untergebracht ist.

Für die Geschäftsidee „schnelle Mahlzeit für anspruchsvolle Kunden“ wählt das Unternehmen hochfrequentierte Standorte. Zwar bestimmen Zeitmangel und schneller Rhythmus dort auch den Service. Trotzdem wird das To-go-Angebot bei Adam’s durch einen Verzehrbereich ergänzt, denn oftmals sei ein Augenblick des Verweilens willkommen. Speisen und Getränke gibt es also zum direkten Verzehr und zum Mitnehmen. Dabei steht die ausgesuchte Qualität im Vordergrund. Das appetitlich zubereitete Butterbrot ist eben authentischer als ein industriell gefertigtes Sandwich. Der Frischeanteil liegt aktuell jedenfalls bei 50 Prozent. Dazu kommen noch Getränke und Kaffeespezialitäten.

Ab rund 120 qm Geschäftsfläche ist dieses Konzept realisierbar, erklärt Brübach. Vor allem sei wichtig, ausreichende Vorbereitungsräume für die frische Zubereitung zu haben. Zudem ist ein Verzehrbereich mit etwa 20 Sitzplätzen einzukalkulieren. Schnelligkeit, Frische und die handwerkliche Verarbeitung sind relativ personalintensiv. Darum sind in Bietigheim drei bis vier Mitarbeiter gleichzeitig für Verkauf und Vorbereitung im Einsatz. Das gilt schwerpunktmäßig in den Morgenstunden. Auf Grund der außergewöhnlichen Öffnungszeiten im Bahnhof wird im Schichtbetrieb gearbeitet.

Brübach kann sich Adam’s auch in Innenstadtlagen vorstellen. Die Planung sehe aktuell vor, eine Filiale in einem Shopping Center zu eröffnen. Auf Eis gelegt ist derzeit der Standort Frankenthal, wo im vergangenen Jahr ein zweites Objekt eröffnet werden sollte. Der nächste, etwa 200 qm große Shop, wird Ende Mai am Bahnhof Friedrichstraße in Berlin starten. „Hier wollen wir die ganze Stärke des Konzepts ausspielen“, kündigt Brübach an. Das heißt, gute Qualität für den Kunden, der wenig Zeit hat. Bodenständiges wird modern präsentiert. Zur Zielgruppe gehören aber auch jene Touristen, die am Sonntag einen Kaffee genießen wollen und dabei Zeit haben, eine Zeitung zu lesen. Die Buchhandlung Ludwig ist gleich um die Ecke.

Nach dem Start von Adam’s als erstem eigenen Coffee & Snack-Konzept der Unternehmensgruppe Dr. Eckert schreitet auch die Expansion und der Relaunch der Barbarino-Stores voran. Als Premium-Filiale ist zum Beispiel einer in der Kuppelhalle des Dresdener Hauptbahnhofs eröffnet worden. Damit ist Barbarino schon mit zwei Filialen nach dem neuen Konzept in der sächsischen Landeshauptstadt vertreten. Außerdem sind die Neuausrichtung der Pressefachgeschäfte unter der Marke Eckert angelaufen.