Eine Pause, ein Belohnung und ein Stück Lebensqualität im Alltag, so sehen die meisten Menschen das Essen im Alltag, bei dem die C-Shops eine immer wichtigere Rolle spielen wollen und dabei beachten müssen, dass die Gäste die Wünsche nach Genuss, bewusster Ernährung und Einhaltung des Budgets unter einen Hut bringen müssen. Eines der zentralen Ergebnisse der Befragung ist laut YouGov: Der Geschmack ist entscheidend. Für 63 Prozent der Befragten sei er der wichtigste Faktor bei der Essenswahl. Gesundheit folge mit 45 Prozent, bleibe aber klar nachgeordnet. Der Preis spielt für 42 Prozent eine Rolle und hat offenbar insbesondere in einkommensschwächeren Haushalten eine hohe Bedeutung. Der Faktor Nachhaltigkeit fällt im Vergleich deutlich zurück und beeinflusst die Essenswahl insgesamt nur bei rund jedem Zehnten spürbar. Die Befragung zeige vor allem eines, ist man bei dem Caterer überzeugt: „Es gibt nicht das eine ‚typische‘ Essverhalten. Vielmehr sind die Erwartungen, Routinen und Entscheidungslogiken so unterschiedlich wie die Menschen selbst.“ Um diese Vielfalt besser greifbar zu machen, hat Sodexo Deutschland auf Basis der Ergebnisse vier typische Profile identifiziert. Sie seien als „interpretative Profile zu verstehen“.
Der „urbane Genussmaximierer"
Dieser sei meist unter 40 Jahre alt, häufiger männlich, lebe oft allein und eher in urbanen Räumen. Für ihn sei Essen eng mit Genuss, Belohnung und Emotion verbunden. Wenn er sich etwas gönne, greife er gezielt zu „ungesunden" Komfortgerichten wie Pizza, Snacks oder Süßem. Gesundheit spiele zwar eine Rolle, stehe aber selten im Vordergrund seiner Entscheidungen.
Die „preisgetriebene Pragmatikerin"
Sie trifft ihre Entscheidungen vor allem entlang von Budget und Alltagstauglichkeit, verfüge über ein eher niedriges Einkommen, befinde sich häufig im mittleren Alter zwischen 30 und 55 Jahren und lebe tendenziell eher ländlich. Für sie sei der Preis der dominierende Entscheidungsfaktor beim Essen. Entsprechend nutzt sie Essensangebote am Arbeitsplatz seltener, wenn sie diese als zu teuer wahrnehme. Bei Zeitmangel greife sie häufig zu schnellen und einfachen Lösungen.
Die „gesundheitsorientierte Selbstoptimiererin"
Sie lege großen Wert auf bewusste Ernährung, verfüge über einen höheren Bildungsabschluss, lebe eher in urbanen Räumen und habe ein mittleres bis höheres Einkommen. Sie lege großen Wert auf natürliche Zutaten sowie Transparenz bei Lebensmitteln und reduziere aktiv den Konsum von Fleisch und verarbeiteten Produkten. Ihr Konsum von Gemüse und Obst sei überdurchschnittlich hoch.
Der „routinierte Gewohnheitsesser"
Er setze auf Verlässlichkeit und Kontinuität, sei häufig älter als 50 Jahre, öfter männlich, lebe in festen Haushaltsstrukturen und sei eher in ländlichen Regionen zu finden. Für ihn habe das Mittagessen nur eine geringe Bedeutung als Erlebnis, vielmehr sei sein Essverhalten stark routiniert und von Gewohnheiten geprägt. Er probiere beispielsweise beim Essen „auf der Arbeit“ selten neue Gerichte und greife stattdessen in der Kantine bevorzugt auf Bekanntes zurück. Pflanzliche Alternativen stehe er eher skeptisch gegenüber. Trends oder Empfehlungen spielten für ihn kaum eine Rolle, entsprechend blieben seine Essgewohnheiten stabil und veränderten sich nur wenig.