Der Berliner Lebensmittelhersteller und -händler Koro hat die Technologie des Software-Unternehmens Seedtrace übernommen. Damit sichert sich das Unternehmen die exklusiven Nutzungsrechte an einer Lösung, mit der sich Lieferketten in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie digital dokumentieren und nachvollziehen lassen.
Ziel sei es, Verbrauchern künftig mehr Transparenz über die Herkunft von Produkten zu bieten. Über QR-Codes auf Verpackungen oder im Onlineshop sollen Informationen zu Herkunfts- und Verarbeitungsländern sowie zu einzelnen Stationen der Lieferkette abrufbar sein. Die Software ermöglicht es Produzenten zudem, Dokumente, Daten und Nachweise zentral zu verwalten. Auch Zahlungen an Kleinbauern können mithilfe einer Blockchain-basierten Validierung überprüfbar gemacht werden.
Bis Händler und Verbraucher auf umfassende Informationen zugreifen können, wird allerdings noch Zeit vergehen. Koro bezeichnet die Einführung ausdrücklich als langfristigen Prozess. Zunächst sollen ausgewählte Lieferketten statisch dargestellt werden. Der Fokus liegt dabei auf den Herkunfts- und Verarbeitungsländern. Schritt für Schritt sollen die Informationen anschließend erweitert und detaillierter aufbereitet werden.
Die Technologie stammt von Seedtrace, das bereits seit 2021 ein Projekt zur Nachverfolgung von Zahlungen an Kakaobauern in Ghana betreibt. Langfristig sehen die Gründerinnen der Software Potenzial für branchenweite Lösungen, die offen und gemeinschaftlich weiterentwickelt werden könnten.