Caterer Mit neuem Food-Service in Stadien

In deutschen Stadien tut sich was in Sachen convenientem Foodservice: So hat die Compass Group Deutschland mit ihrer Tochtergesellschaft Levy das Catering der Red Bull Arena in Leipzig übernommen und die Supreme Sports Hospitality kümmert sich jetzt um die Schauinsland-Reisen-Arena in Duisburg.

Mittwoch, 16. September 2026, 06:50 Uhr
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Bildquelle: Supreme

Mit neuem Partner möchte RB Leipzig das Catering-Erlebnis in der Red Bull Arena nachhaltig weiterentwickeln, hieß es bei der Bekanntgabe der Entscheidung für Compass im Sommer. Mit dem Wechsel endete die  Zusammenarbeit mit Gastrobüro, die seit 2014 Catering-Partner von RB Leipzig war. Dass die Bild-Zeitung zu dem neuen Caterer mit der Schlagzeile „Bier, Bananen-Smoothie und KI: Caterer-Revolution bei diesem Bundesligisten“ reißerisch wie immer aufwartete, stützte das Blatt wohl darauf, dass Levy auf Nachhaltigkeit setzt und bei seinen bisherigen Aufträgen unter anderem fermentierte Bananen-Smoothies kreiert habe, „um Lebensmittelabfälle zu minimieren und gleichzeitig die Darmgesundheit der Gäste zu fördern“.

Mit Feedback von Fans

Bei der Wahl des Caterers sollen aber auch umfangreiche Feedbacks aus „Fan-Spieltagsumfragen“ eingeflossen sein. Daraus ergab sich offenbar, dass kürzere Wartezeiten sowie schnellere und komfortablere Abläufe an Kiosken im Fokus stehen. Dafür seien umfangreiche Investitionen in Infrastruktur, Ausstattung und digitale Prozesse vorgesehen. Dementsprechend hat sich Compass vorgenommen, das Stadionerlebnis in Leipzig mit modernisierten Kioskflächen, effizienteren Bestell- und Bezahlprozessen sowie einer optimierte Besucherführung zu verbessern. Gleichzeitig werde das gastronomische Angebot mit innovativen Konzepten entwickelt und noch stärker auf die Bedürfnisse der Fans ausgerichtet – mit einem besonderen Fokus auf Regionalität, Qualität und Vielfalt, so das Versprechen.

„Schnell, hochwertig, kompetent“

Jens König, CEO Levy Europe, dessen Unternehmen als Betreiber gastronomischer Konzepte für zahlreiche Stadien, Arenen und Veranstaltungsstätten weltweit tätig ist, darunter die Johan Cruyff Arena in Amsterdam und das Tottenham Hotspur Stadium und damit als einer der weltweit führenden Anbieter für Hospitality und Catering in Sport-, Event- und Entertainmentlocations gilt, sagte: „RB Leipzig steht für Tempo, Ambition und einen klaren Qualitätsanspruch – das sind Werte, die wir teilen und die uns in der Zusammenarbeit antreiben werden. Unser Ziel ist es, gemeinsam zu zeigen, was modernes Stadion-Catering heute leisten kann: schnell, hochwertig und konsequent an den Bedürfnissen der Fans ausgerichtet. Dafür werden wir in Infrastruktur, digitale Prozesse und innovative gastronomische Konzepte investieren – mit dem klaren Anspruch, das Spieltagserlebnis in der Red Bull Arena spürbar weiterzuentwickeln.“

Neues Konzept in Duisburg

Auf modernisierte Kioske, neue Servicekonzepte, ein erweitertes Speisen- und Getränkeangebot sowie weiterentwickelte Hospitality-Bereiche, setzt der Caterer Supreme Sports Hospitality (Supreme), der nach dem Zuschlag für die Schauinsland-Reisen-Arena in Duisburg dort jetzt eine neues Gastronomiekonzept installiert hat. Die Supreme Sports Hospitality wurde 2019 von Stefan Weber und Michael Weigel gegründet und verbindet langjährige Erfahrungen und Kompetenzen aus den Bereichen Hospitality und Hochfrequenzgastronomie. Ursprünglich waren die beiden mal mit Casualfood und einem Angebot an Bahnhöfen und Flughäfen gestartet. Casualfood war 2022 an den Schweizer Konzern Orior verkauft worden.  Mit Supreme wurden jetzt sämtliche Kioske im Duisburger Stadion umfassend – gemeinsam mit der Duisburger Stadionmanagement GmbH (DSM) – überarbeitet und auch modernisiert. „Von neuen Böden und Wasseranschlüssen über eine komplett erneuerte Schanktechnik bis hin zu einer neuen Gestaltung der Verkaufsflächen“, berichtet der Caterer. Hinzu kämen Expresskassen für den Getränkeverkauf, ein zusätzlicher Getränkekiosk und darüber hinaus ein einheitliches Erscheinungsbild aller Verkaufsstellen und Mitarbeitenden.

Nur noch Kartenzahlung

Für einen „besseren Service und eine schnelle und einfache Bezahlung“ ist künftig im Duisburger Stadion ausschließlich Kartenzahlung möglich. Alle Kioske und Terminals wurden entsprechend ausgestattet. Was die Kulinarik angeht,  steht „Pulled Sauerbraten, Rotkohl, Röstzwiebeln und BBQ-Sauce im Laugen-Brioche-Bun“ der „Signature Dish für Duisburg“ auf der Speisenkarte. Allerdings weiß man bei Supreme auch: „Der Liebling der Fans ist und bleibt die Wurst“. Zur Auswahl stehen deshalb jetzt die Stadionbratwurst, eine Krakauer, Geflügelbratwurst oder Currywurst, eine Bockwurst oder die „Mantaplatte“ (Currywurst mit Pommes und Ketchup/Mayo). Ergänzt wird das Wurstsortiment um eine vegane Grillwurst. In speziellen Burger-Kiosken erwarten die Fans zudem Chickenburger, Cheeseburger und ein No-Meat-Burger. An den Pizza-Kiosken gibt es Pizza Margherita, Prosciutto und eine vegane Variante. Das kulinarische Angebot wird durch Buden und Stände auf dem Stadionvorplatz ergänzt. Dazu kommen Getränke aller Art. Die Preise für die klassischen Stadionprodukte sollen auf dem bisherigen Niveau bleiben. So kostet beispielsweise der halbe Liter Bier weiterhin fünf Euro, die Stadionbratwurst vier Euro.