E-Food Onlinehandel profitiert von Pandemie

Die europäischen und deutschen Lebensmitteleinzelhändler gehören mit einem satten Umsatzplus im Jahr 2020 von 5,3 Prozent in Europa und 7,9 Prozent in Deutschland zu den Profiteuren der Covid-19-Pandemie. Der zunehmende Anteil des Onlinehandels hinterlässt auch nachhaltig Spuren bei den Margen.

Montag, 04. Oktober 2021 - Online-Shops
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Die Pandemie hat den Übergang zum elektronischen Handel in Europa um vier bis fünf Jahre beschleunigt, insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel: In den fünf wichtigsten Märkten liegt der E-Commerce-Anteil des Lebensmittelumsatzes jetzt zwischen drei Prozent in Deutschland und Spanien und elf Prozent in Großbritannien. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Studie des Kreditversicherers Euler Hermes zum europäischen Lebensmitteleinzelhandel. Die positive Entwicklung beim Umsatz setzt sich auch 2021 fort, wenngleich mit der schrittweisen Wiedereröffnung von Bars und Restaurants etwas langsamer. Im ersten Halbjahr 2021 verzeichneten die europäischen Lebensmitteleinzelhändler plus 2,4 Prozent mehr Umsätze, die deutschen sogar plus 3,6 Prozent. Im gleichen Zeitraum ist die Nutzung des elektronischen Handels für Lebensmittel in Europa sprunghaft angestiegen - und das dürfte sich fortsetzen.

„Wir schätzen, dass jedes Prozent der Lebensmittelverkäufe, das sich ins Internet verschiebt, 13,6 Milliarden Euro Umsatz und im höchsten Fall bis zu 1,9 Milliarden Euro Gewinn gefährdet. Das sind 4 Prozent des Gesamtgewinns in den europäischen Top-5-Märkten. Das ist eine Hausnummer in einer Branche, die nicht gerade für üppige Margen bekannt ist,“ sagt Aurélien Duthoit, Branchenexperte für den Einzelhandel bei Euler Hermes.