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Brauer-Bund Handelsabsatz stützt Brauereien

Die Corona-Krise hat massive Auswirkungen auf die deutsche Brauwirtschaft. Nach einer Branchenumfrage des Deutschen Brauer-Bundes (DBB) ist der Bier-Absatz im ersten Halbjahr 2020 in den Unternehmen um 16 Prozent zurückgegangen, der Umsatz lag im Schnitt um 19 Prozent unter dem Vorjahr. Für das Gesamtjahr 2020 rechnen die Mitgliedsbrauereien des DBB mit einem Absatzminus von mindestens 14 Prozent und mit einem Umsatzeinbruch von durchschnittlich16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Je stärker Brauereien von Gastronomie und Veranstaltungen abhängig sind, desto höher der wirtschaftliche Schaden.

In einzelnen Unternehmen sind die Umsätze existenzbedrohend um bis zu 70 Prozent zurückgegangen. Brauereien, die ihre Biere hingegen hauptsächlich über den Handel absetzen oder in den Sommermonaten vom Inlandstourismus profitieren konnten, kommen deutlich besser durch die Krise. An der aktuellen Umfrage des DBB beteiligten sich 80 Brauereien aller Größen.Staatliche Hilfen, von denen Brauwirtschaft und Gastronomie profitieren könnten, werden von der Branche überwiegend als nicht ausreichend bewertet. Viele der befragten Brauereien fordern eine Beibehaltung der Mehrwertsteuersenkung über den 31. Dezember 2020 hinaus und analog zu Speisen eine Ausweitung auf Getränke in der Gastronomie. Eine zentrale Forderung an die Länder ist es, Außengastronomie auch im Herbst und Winter zu ermöglichen. Entsprechend der Situation kündigt nur eine Minderheit von 23 Prozent der Brauereien an, ihre Werbeausgaben nicht zu reduzieren.