Landini, das im australischen Sydney basierte global aktive Unternehmen für Retail-Design und Marken-Beratung, arbeitet neben McDonald‘s mit vielen bedeutenden Retail-, Gastro- und Hotel-Unternehmen zusammen, so beispielsweise mit Aldi, Walgreens, Shell, 7-Eleven, Dunkin‘ und Hilton. Dass bei McDonald‘s eine globale Ausstrahlung dieser erneuten Kooperation gewünscht ist, lässt sich daraus schließen, dass Landini bereits 2015 für den Fastfood-Konzern das so genannte „Projekt Ray“, benannt nach dem McDonald‘s-Gründer, kreierte. Dafür war damals laut den Beratern nicht weniger gefragt als „die komplette Neugestaltung der größten Restaurantkette der Welt durchzuführen, einschließlich: Markenpositionierung, Konzept, Master-Planung, Architektur, Innendesign, Grafikdesign, Uniformen, globale Designstandards und Rollout-Richtlinien“. Vor etwa zwei Monaten – ein Jahrzehnt und Millionen von Gästen später – hat Landini Associates zum 50-jährigen Jubiläum von McDonald’s in Hongkong – und 70 Jahre nachdem Ray Kroc sein erstes Restaurant in den USA eröffnete – ein neues Konzept umgesetzt. Es repräsentiert laut Beratern „ein mutiges neues Design für McDonald‘s an der Admiralty Station in Hongkong“, dem zweitgeschäftigsten McDonald‘s der Welt und dem Geburtsort des ursprünglichen „Project Ray“-Konzepts“. Es soll die nächste Evolutionsstufe von „Project Ray“ darstellen.
“In the mood“
Im Zentrum dabei steht der Begriff Mood, zu Deutsch: Stimmung. Kernelement ist die so genannte „Mood-Engine“ – ein 22 Meter langes, geschwungenes atmosphärisches Element, das die Stimmung des Restaurants von morgens bis abends verwandelt. Umgeben von reflektierenden Oberflächen, pulsiert es mit „kuratierten Animationen, dynamischen Farbwechseln und verspielten Ausbrüchen“ von Charakteren aus dem McDonald’s-Universum und soll laut Landini „eine Mischung aus Tradition und Innovation in einem Raum, der sich im Rhythmus des modernen Lebens bewegt“, sein. Die „Mood Engine“ soll sowohl ein visuelles Wahrzeichen als auch ein emotionaler Treiber sein. Was dahinter steckt, erläutert Kreativdirektor Mark Landini: „Die Idee ist, dass eine Inneninvestition zeitlos sein kann – dass eine ‚dekorative Stimmung‘ erzeugt werden kann und dann von einer einzigen, zentralen Quelle reflektiert wird.“ Die „Mood-Engine“ soll dabei die Energie liefern, die die Gäste im Moment benötigten, indem sie „wie ein Chamäleon“ auf ihre Umgebung reagiere.
Emotional und funktional
Im Inneren wartet in Hongkong zunächst eine technologiegestützte „Fast-Service-Lobby“ für mehr als 1.200 Gäste pro Stunde. Sie verfügt über Selbstbestellterminals und mobile Abhol-Schließfächer. Erweiterte Sichtlinien ermöglichen Blicke in eine funktionale Aluminiumküche, was die Verbindung des Personals mit den Gästen stärken soll. Verwendet werden in der
Küche recycelbarer Edelstahl und Aluminium mit mechanischen Befestigungen, die für eine einfache Demontage und Wiederverwendung konzipiert sein sollen.
Das neue McCafé Bar-Konzept wurde vollständig aus recycelten Kunststoffen gebaut. Direkt gegenüber soll das „McCafé Hideaway“ einen Kontrast bieten, als weicher, holzverkleideter, kokonartiger Raum aus 100 Prozent FSC-zertifizierten Materialien. Es wurde für Ruhe-Pausen entwickelt. Das Gefühl von Ruhe soll sich im hinteren Bereich des Restaurants fortsetzen. „Urban Sanctuary“ – Urbane Zuflucht – nennt Landini diesen besonderen Platz für 330 Gäste. Die Möbel sollen plüschiger und weicher sein als bisher. Die Tischplatten wurden aus 100 Prozent recyceltem Laminat und Kaffeepulver hergestellt. Warme Töne, bepflanzte Wände und diffuses Licht sollen den Wechsel vom schnellem Tempo zum Eintauchen in die Umgebung ermöglichen. „Ob die Gäste eilig sind oder sich niederlassen, drinnen oder draußen, das Restaurant passt sich nahtlos daran an“, fasst Landini zusammen.