Bildquelle: Abus/Axxon

Industrie Sinnvolle Shop-Technik in Zeiten der Pandemie

Ohne die Instrumente der modernen Kommunikation und Technik wäre das Arbeiten trotz Shutdowns so kaum möglich gewesen. Doch die Technik bietet Shop-Betreibern auch Unterstützung für das Geschäft in den kommenden Monaten. Wir stellen Ihnen hier einige aktuelle Angebote von Herstellern vor, die dabei helfen können, Sicherheit für Kunden und Mitarbeiter zu gewährleisten.

Abus/Axxon: Intelligente Videoüberwachung
Mit intelligenter Videoüberwachung können Abus und Axxon-Soft Shop-Betreiber dabei unterstützen, den Zutritt von Kunden gesetzeskonform zu regulieren. Es darf sich lediglich ein Kunde pro zehn oder 20 Quadratmetern Fläche aufhalten, variierend je nach Bundesland. Das System ermittelt, wie viele Personen sich gerade im Geschäft befinden. Darauf basierend, zeigt ein Monitor im Eingangsbereich anhand eines Ampelsystems dem sich nähernden Kunden, ob er den Laden in diesem Moment betreten darf, oder ob die maximale Kundendichte in der Filiale bereits erreicht ist. Sollten mehrere Eingänge vorhanden sein, so lassen sie sich problemlos alle mit einem System verwalten. Darüber hinaus kann auch die automatische Schließung der Schiebetür veranlasst werden, sobald die maximal erlaubte Anzahl an Personen im Laden erreicht ist. Zusätzlich informiert die Software mittels eines automatischen Alarms die Verantwortlichen über Schlangenbildung vor dem Laden, die es zu vermeiden gilt.

Checkpoint: Messung der Temperatur
Checkpoint Systems, Anbieter von Source-to-Shopper-Lösungen, bringt eine neue Technologie auf den Markt, die erhöhte Körpertemperatur schnell und genau registrieren soll. „Smart Temperature“ verwendet KI-Gesichtstemperatur-Messsensoren. Diese werden von intelligenten Analyse-Algorithmen gesteuert und sollen aus drei Metern Entfernung schnell und zuverlässig beurteilen können, ob eine Person Fieber hat.

Dabei können die Temperaturen von bis zu zehn Personen gleichzeitig erfasst werden, mit einer Genauigkeit von bis zu minus oder plus 0,3 Grad Celsius, teilt das Unternehmen mit. Die Lösung messe die Temperatur nur auf dem Gesicht der Person, minimiere falsche Messwerte und respektiere die Privatsphäre des Einzelnen. „Bei hohen Temperaturen gibt ‚Smart Temperature‘ einen audiovisuellen Alarm aus. Dieser wird per Tablet oder Desktop übermittelt und ermöglicht es den Unternehmensleitern, präzise Entscheidungen in Echtzeit zu treffen, um die Schutzmaßnahmen zu verstärken“, sagt Checkpoint. Temperaturschwellenwerte können dabei vom Nutzer individuell festgelegt werden.

Gauselmann: Rot oder Grün entscheidet
Die ostwestfälische Gauselmann Gruppe, fertigt mit ihrem Tochterunternehmen adp jetzt im hauseigenen Produktionswerk in Lübbecke Einlassampeln. Die „C-Ampel“ soll Besucherströme schnell und einfach regeln. Das automatisierte Zugangssystem zählt Kunden beim Hinein- und Hinausgehen über eine Infrarot-Sensortechnik. Auskunft über die Auslastung gibt sie nach dem Prinzip einer Verkehrsampel mit zwei Phasen: Dürfen weitere Personen eintreten, leuchtet die C-Ampel grün, ist die Maximalanzahl erreicht, leuchtet sie hingegen rot. Sollte ein Gast dennoch eintreten wollen, ertönt ein akustisches Warnsignal. Wie viele Personen höchstens erlaubt sind, kann je nach Größe des jeweiligen Betriebs über eine Funkfernbedienung oder per Tastenfeld am Gerät individuell eingestellt werden. Damit das Personal die exakte Besucherzahl jederzeit im Blick hat, gibt es auf der Rückseite der C-Ampel eine entsprechende Nummernanzeige.

NordCap: Berührungslos mit ISA Smartflex
Mit dem Wandkühlregal Oblique von ISA hat NordCap innovative Kühltechnik in besonderen Varianten im Angebot. Neben den Modellen „Offene Front“ und „Glastür“ hat Hersteller ISA kürzlich mit einem innovativen und patentierten Schließungssystem aufgewartet: Smartflex. Dabei handelt es sich um ein mit Bewegungssensor ausgestattetes Schließungssystem, das den täglichen Einkauf, das Grab & Go Geschäft und Impulskäufe gerade in der jetzigen Zeit erleichtern kann, weil es berührungsloses „One-Hand-Shopping“ ermöglicht. Dazu kommt, dass sich bei Smartflex die Glastüren nach innen öffnen: Somit nehmen die Türen keinen Radius außerhalb des Kühlregals ein und der Kunde kann unmittelbar vor dem Regal stehen. Im Gegensatz zu einer offenen Front spart das Smartflex-System darüber hinaus bis zu 40 Prozent Energie ein.

Omron: Online bestellen
Digital Signage spielt auch in Convenience Shops hier zu Lande eine immer größere Rolle. Der Human Vision Sensor von Omron Electronic Components, einem neuen Digital-Signage-Zubehör für den Einzelhandel, kann Auskunft über Geschlecht und Alter des Betrachters geben. Der Sensor „Nexmosphere X-Eye Gender“ erfasst diese beiden spezifischen Einzelwerte ausschließlich bei Personen, die sich vor einem interaktiven Display und Digitaler Signage befinden, und ermöglicht entsprechend angepasste Inhalte unter voller Einhaltung der GSDVO. „Unser Hauptziel bei dieser Entwicklung war, mit einem Standardsensor eine einzelhandelstaugliche Lösung zu erschaffen, ohne dass ein zusätzlicher Einrichtungsvorgang erforderlich ist. Zum Einsatz des Omron HVC regte uns an, dass viele unserer Kunden bereits sehr positive Erfahrungen mit diesem speziellen Sensor gemacht haben,“ sagt Hubert van Doorne, Business Development Director bei Nexmospher. Herzstück der Lösung ist das Sensormodul Omron HVC-P2, der die Komplexität des Sehens und Erkennens von Gesichtern, Körpern und Gesten handhabt und an der UART- oder USB-Schnittstelle einen Wert zusammen mit einem Grad der Sicherheitsvermutung ausgibt. Der Integrator braucht nur noch den Daten-Output auszulesen und das System auf die entsprechend passende Reaktion zu programmieren. Nexmosphere blockiert den Zugriff auf das Bild auf der Hardware-Ebene und stellt so die Übereinstimmung mit den GSDVO-Vorgaben sicher, selbst wenn die Software in der X-Eye-Einheit gehackt wird. Erfasst werden der Körper, das Gesicht und die Hände eines Menschen. Einschätzen lassen sich Alter, Geschlecht und Miene. Das HVC-Modul basiert auf Omrons Bildverarbeitungssoftware Okao.