Startups Doerrwerk und Wisefood - Natur-Trinkhalm kommt zur rechten Zeit

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Natur-Trinkhalm kommt zur rechten Zeit
Essen statt Wegwerfen

Plastik steht imagemäßig auch in Deutschland immer mehr unter Druck. Die Diskussionen über Verschmutzung der Umwelt durch Plastik hat jetzt auch den Fokus der Öffentlichkeit auf Plastik-Einwegprodukte gelenkt. Darunter fallen auch Trinkhalme, von denen laut Greenpeace in Deutschland 40 Mrd. Stück jährlich im Abfall landen sollen. Da aber der Trinkhalm an sich schon eine praktische Sache ist, steigen die Chance für die Erfindung der Firma Wisefood aktuell beträchtlich: Eatapple, der essbare Trinkhalm. Konstantin Neumann, der an der Universität Hohenheim mit dem Schwerpunkt Lebensmittelwissenschaften und Biotechnologie studierte, machte sich bereits vor einigen Jahren zusammen mit einem studentischen Team vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT)  auf die Suche nach einem neuen Material für Trinkhalme. Ergebnis: Aus Fruchtresten, so genanntem Trester, der bei der Herstellung von Apfelsaft entsteht, konnten sie ein etwa 20 Zentimeter langes, leicht bräunliches Trinkrohr entwickeln, das auch ohne Bedenken gegessen werden kann. Zugefügt werden können auch weitere Fruchtbestandteile, je nach Geschmack, den der Halm haben soll. Auf dieser Basis gründeten Neumann und Danilo Jovicic mit Philipp Silbernagel die Firma Wisefood. Den Eatapple gibt es jetzt in den Geschmacksrichtungen Apfel und Erdbeere. Im Getränk soll der Halm seine Form fast eine Stunde lang halten und geschmacksneutral sein. Eine Ausnahme ist das stille Wasser. Dieses nimmt wohl den Geschmack des Trinkhalm leicht an, ein Nebeneffekt, der aber keineswegs immer unerwünscht sein muss.

Gründungsteam (v.l.): Danilo Jovicic, Konstantin Neumann und Philip Silbernagel.