Foodtrends Foods heute und morgen

Was ist den Verbrauchern beim Kauf von Lebensmitteln und Getränken wichtig?

Eine Umfrage unter Bloggern zeigte unter anderem, dass Klassiker und Saisonales gefragt sind.

Immer mehr Verbraucher essen bewusster, und sie wünschen sich, dass sich das auch im Angebot widerspiegelt. Die PR-Agentur für Food, Beverages und Lifestyle, Kommunikation.pur, wollte es genauer wissen und befragte Foodblogger Ende vergangenen Jahres, welche Foodtrends zu erwarten sind. Dabei ist der Wunsch nach Qualität und dem sorgsamen Umgang mit Lebensmitteln nicht neu, aber er verstärkt sich. Die Botschaft lautete außerdem: Weniger ist mehr und Experimentierfreude ist gefragt. Dabei rücken Klassiker und saisonale sowie regionale Produkte wieder in den Fokus.

Im Bereich Kuchen und Backen sehen die Blogger den Trend zu weniger Zucker. Beim Thema Fleisch sollten neue oder vergessene Cuts angewandt werden und auch der Nebenschnitt wird in Erinnerung gerufen. Als Beilage entdecken immer mehr Verbraucher die Kartoffel wieder oder Alternativen wie Bulgur, Grünkern, Lupine und Linsennudeln.

Bei der Zubereitungsart sehen die Blogger schonende Verfahren wie Dämpfen und Sous-vide-Garen im Trend. Wenn es um spezielle Ernährungsformen geht, sind sie sich sicher, dass Themen wie Vegan sowie Lebensmittel-Unverträglichkeiten weiter zunehmen werden.

Bei den Getränken sehen die Foodexperten neue Teesorten auf uns zukommen. Bei den alkoholischen Getränken bleiben sie beim Bewährten und setzen auch 2018 auf Craftbier und Gin. Aber nicht nur zu Hause sollte die Auswahl an Getränken stimmen. Der Appell richtet sich auch an die Außer-Haus-Versorgung, wo eine breite, regionale Bierauswahl und spannende alkoholfreie Getränke standardmäßig wünschenswert sind.

Offen für Internationales

Obwohl Regionalität in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen hat: Wenn es um den Geschmack geht, sind die Befragten auch internationalen Geschmäckern gegenüber aufgeschlossen. So steht Asiatisch gerade bei der Außer-Haus-Verpflegung hoch im Kurs. Dazu kommt eine Wandlung der inneren Einstellung: Wiedererkannt haben die Foodblogger, dass es in Gesellschaft am besten schmeckt. In Zukunft wird also das Thema „gemeinsam und teilen“ den Alltag stärker bestimmen.

Vor allem aber besteht die Bereitschaft, den Speisenplan und auch die Getränkewahl nach der Saison auszurichten. Das ist 65 Prozent der Befragten wichtig. Abgesehen davon, dass regionale und saisonale Produkte von der Öffentlichkeit als nachhaltiger und günstiger eingestuft werden, könne man durch ihre Verwendung auch viele spannende aber vergessene Zutaten und Rezepte wiederentdecken, kommentiert eine Bloggerin.

Futtern wie bei Muttern

Grundvoraussetzung ist aber, dass die Produkte schmecken. Unwichtig sei dagegen bei der Wahl der Food und Beverages, ob sie im Trend lägen, neu auf dem Markt seien oder sie ihnen schon lange bekannt seien. Mit 8 Prozent scheint auch das Thema Bio-Siegel keine entscheidende Rolle bei der Auswahl zu spielen. Dafür aber besinnt man sich gern auf traditionelle Rezepte und die Speisen, die man in Kindheitstagen gern gegessen hat. „Futtern wie bei Muttern“ ist wieder aktuell. Traditionelle Rezepte sollten nicht verloren gehen.

Die Wünsche der Foodblogger lauten zusammengefasst: traditionelle Küche, Hausmannskost, vegetarische Gerichte, zuckerreduziert, einfache und schnelle Rezepte, Kochen ohne Zusatzstoffe und Fertigprodukte, laktosefrei und fruktosearm, Tipps für weniger Lebensmittel-Verschwendung oder einfache Alltagsküche ohne Schnickschnack.

Auf die Frage, welche Produkte sich die Foodblogger nicht mehr aus der Küche wegdenken können, kommen viele Klassiker und heimische Produkte zur Sprache, etwa Kartoffeln, Kürbis, Rote Bete, Rosenkohl, Milch, Brot, Jogurt und Tomaten. Aber auch Exoten finden in den Bloggerküchen Platz, darunter Mandelmilch, Porridge, Ingwer, Vanille, Zimt, Süßkartoffeln, koreanische Chiliflocken, Quinoa und Tonkabohne.