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Junge Menschen geben für Guthabenkarten viel Geld aus. Vor allem der Gaming-Bereich verspricht glänzende Perspektiven.

Manch ein Unternehmer im Convenience-Shop-Bereich rollt sofort mit den Augen, wenn Kinder oder Jugendliche ohne Erwachsene seinen Laden betreten. Denn um das Image des Nachwuchses als Kunden ist es nicht immer zum Besten bestellt, weil sie – vor allem in Gruppen – mitunter Unruhe verbreiten und deshalb insbesondere älteren Menschen auf die Nerven fallen können. Doch in solchen Momenten, in denen sich die Begeisterung der Shop-Verantwortlichen womöglich in Grenzen hält, sind sie gut beraten, einfach einmal tief durchzuatmen – und sich auf die beträchtlichen Umsätze zu besinnen, die sich mit den Kids erzielen lassen.

Ein wesentlicher Teil davon wird von den immer beliebteren Guthabenkarten getragen. Die werden nicht nur für Mobilfunkprodukte benötigt, sondern auch für das Gaming sowie für Musik- und Filmangebote. 

Vor allem die Popularität des Gamings wächst deutlich. Der deutsche Gesamtmarkt für digitale Spiele hatte nach Angaben des Digitalverbandes Bitkom im ersten Halbjahr 2015 ein Volumen von 863 Millionen Euro – im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 ein sattes Plus um acht Prozent.

Im Sommer des vergangenen Jahres ergab eine repräsentative Umfrage im Bitkom-Auftrag, dass mittlerweile 42 Prozent beziehungsweise 30 Millionen Bundesbürger ab 14 Jahren Computer- oder Videospiele nutzen. Zwei Jahre zuvor waren es erst 25 Millionen Personen. Die Tendenz ist also klar steigend. Dr. Axel Pols, Geschäftsführers der Bitkom Research GmbH, kommentiert: „Gaming hat sich fest etabliert.“

Am beliebtesten sind Casual Games, die sich durch kurzweilige und unkomplizierte Unterhaltung auszeichnen. Sie werden bevorzugt unterwegs gespielt. 56 Prozent der im Auftrag von Bitkom Befragten gaben an, auf sie zurückzugreifen. 50 Prozent nannten Strategie- und Denkspiele und ebenfalls 50 Prozent Actionspiele einschließlich der umstrittenen Egoshooter. Das sind jene Spiele, bei denen der Spieler aus der Ego-Perspektive gegen den Computer oder auch gegen Mitspieler mit Schusswaffen kämpft.