Nestle Nachhaltigkeit kommt voran

Nestlé hat sich in Sachen Nachhaltigkeit bei Kakao viel vorgenommen. Schon bis 2019 soll der Cocoa-Plan eindeutige Ergebnisse liefern. Am Beispiel von KitKat ist die positive Entwicklung nachzuvollziehen.

In Sachen Nachhaltigkeit bei Kakao hat Nestlé einen weiteren wichtigen Schritt vollzogen. Das wird jetzt auch für die Shop-Kunden in aller Welt erlebbar. Als erste globale Schokoladenmarke wird KitKat ab dem ersten Quartal 2016 für alle Produkte nur noch Kakao aus nachhaltigem Anbau beziehen. Vorreiter war in diesem Fall der deutsche Markt. „100 Prozent des Kakaos für alle KitKat-Produkte stammen in Deutschland bereits seit dem Jahr 2013 aus nachhaltigem Anbau“, so das Unternehmen. Diese Vorgehensweise übernimmt die Marke, die in diesem Jahr ihren 80. Geburtstag feiert, nun in allen Märkten weltweit. „Wir sind froh, als erste globale Schokoladenmarke eine Vorreiterrolle in der Industrie einzunehmen und einen solchen Schritt verkünden zu können“, sagt Sandra Martinez, Leiterin Süßwaren bei Nestlé. Nachhaltige Kakao-Beschaffung trage dazu bei, die Lebensgrundlage der Bauern zu sichern und liefere qualitativ hochwertigere Kakaobohnen.

Die Initiative ist Teil des Nestlé Cocoa-Plans, durch den das Unternehmen bis 2017 150.000 Tonnen nachhaltig erzeugten Kakao beziehen will. Dieser Plan soll zur Lösung zentraler Probleme der Kakaobauern in den Anbauländern in wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Hinsicht beitragen und gleichzeiteine langfristige Versorgung mit dem wichtigen Rohstoff sicherstellen.

Bereits 2009 hatte sich das Unternehmen verpflichtet, in den folgenden zehn Jahren 110 Mio. Schweizer Franken in den Nestlé Cocoa-Plan zu investieren. Dieser fußt auf drei Säulen und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, so Oliver Schoß, Marketing Director Confectionary bei Nestlé Deutschland, bereits 2014 gegenüber Convenience Shop: „Im Fokus stehen die wirtschaftliche Situation der Bauern, die sozialen Rahmenbedingungen vor Ort und die Transparenz der Lieferkette.“ Zu den wichtigsten Maßnahmen zählt die Schulung von Farmern. Inzwischen seien es mehr als 100.000. Dazu komme die Bereitstellung leistungsfähiger Pflanzen und der Aufbau einer transparenten Lieferkette mit direkten Lieferbeziehungen zu den zahlreichen Kooperativen.

Die Kleinbauern, die Teil des Cocoa-Plans werden, lernen mehr über das Pflanzen, Pflegen und Ernten. Darüber hinaus wurden Millionen von Kakao-Setzlingen in eigenen Forschungszentren gezüchtet und kostenlos verteilt. Bis 2019 sollen die Farmer mit mindestens 12 Mio. dieser deutlich ertragreicheren Kakaopflanzen versorgt werden. Eine Verpflichtung, die Früchte später an Nestlé zu verkaufen, gebe es dabei nicht, Nestlé will bis 2017 150.000 Tonnen nachhaltig erzeugten Kakao beziehen.