Bildquelle: dti

Ernährungsverbände Fordern Corona-Wirtschaftsgipfel

Die Verbände BOGK, dti, Fischverband, Kulinaria, MIV und VDF haben daher an Bundesministerin Klöckner appelliert, einen „Corona-Wirtschaftsgipfel der Ernährungswirtschaft“ einzuberufen, um sich ein Bild über die aktuelle Lage in den Branchen zu machen, über konkrete Öffnungs- Perspektiven für die Gastronomie und passgenaue Unterstützungsmöglichkeiten zu

sprechen. Seit Monaten erlitten diese Unternehmen massive Umsatzverluste. Viele der betroffenen Unternehmen produzierten überwiegend für die Gastronomie: Ihre Produkte, die Gebindegrößen und Produktionsanlagen seien auf die Bedürfnisse in der Verkehrsverpflegung im Catering und der Schnellgastronomie ausgerichtet. Eine kurzfristige Entwicklung neuer Produkte oder die Bedienung anderer Absatzkanäle ist nicht ohne weiteres möglich. Täglich erreichten die Verbände mehr Hilferufe! Die beteiligten Verbände appellierten daher "in größter Sorge an die Politik, sich konstruktiv mit konkreten Öffnungsperspektiven für die Gastronomie zu befassen".

Die unter Ziffer 6 der Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz vom 10. Februar 2021 aufgeführte Entwicklung einer sicheren und gerechten Öffnungsstrategie begrüßten die Verbände sehr. Es werde aber "dringend gebeten, weitere Schritte auszuformulieren. Eine weiter andauernde Schließung der Gastronomie würde die Arbeitsplätze und den Bestand der Unternehmen massiv gefährden, mit schwerwiegenden Konsequenzen für die gesamte Lieferkette gerade auch für den ländlichen Raum und die Landwirtschaft".

Die Verbände unterstützten insbesondere auch das Leitlinienpapier des DEHOGA vom 5. Februar 2021 und unterstreichen die Dringlichkeit des Anliegens für den gesamten Gastronomie-Zulieferbereich. Der direkte Dialog mit der Politik könne der erste Schritt hin zu einem von allen mitgetragenen Konzept für eine Öffnungsstrategie sein und eine wirtschaftliche Überlebensperspektive aufzeigen. Die betroffenen Branchen der Ernährungsindustrie seien ein "systemrelevanter Bestandteil der Wertschöpfung" in der Gastronomie und werden von der Politik bisher unzureichend in der Diskussion und Förderung berücksichtigt – sie benötigten dringend Hoffnungsperspektiven für die Zukunft.