Paketshops Warum an Paketshops kein Weg vorbei führt

In Paketshops spielen sichgeradezu revolutionäre Veränderungen ab. Individualisie-rung und Digitalisierung sind dabei die bedeutsamsten Stichpunkte. Fest steht: Paketshops liegen absolut im Trend, entsprechen dem Zeitgeist, spielen laut die Musik der Zukunft. Sie sind es, die den Online-Handel in Schwung halten.

Paketshop-Betreiber können sich glücklich schätzen. Denn aus einer Reihe von Gründen setzen sie auf das richtige Pferd. Grund Eins: Noch nie waren so viele Pakete unterwegs. Der Umsatz im E-Commerce-Bereich steigt kontinuierlich, könnte in diesem Jahr bei 44 Mrd. Euro liegen – also mehr als dreimal so viel wie vor zehn Jahren. Doch das ist noch längst nicht aller Tage Abend. Experten verweisen unter anderem darauf, dass bei den Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs reichlich Luft nach oben besteht. Gegenwärtig führt Bekleidung die Hitliste des Sendungsaufkommens an – gefolgt von Unterhaltungselektronik, Büchern, Computern und Zubehör, Hobby und Freizeit sowie Haushaltswaren und Haushaltsgeräten.

Trend hin zur maximalen Transparenz

Grund Zwei: Zwar ist die Zustellung an der Haustür für die meisten Kunden noch immer die erste Wahl, aber viele Empfänger sind tagsüber gar nicht zu Hause. Deshalb holen immer mehr ihr Paket in einem Paketshop ab und halten es dadurch früher in den Händen. Je mehr Menschen den Paketshop aufsuchen, desto erfreulicher ist das für den Betreiber. Er kann für ein zusätzliches Serviceangebot werben, steigert dank der erhöhten Kundenfrequenz möglicherweise die Umsätze im eigentlichen Kerngeschäft – und er erhält eine Vergütung.

Grund Drei: Durch das konsequente Nutzen digitaler Kanäle in der Interaktion mit Versendern und Empfängern wird dem Kunden der Alltag deutlich vereinfacht.

Beispiel DPD: Das Unternehmen hat 2015 für seine 6.000 Pickup-Paketshops den mobilen Paketschein eingeführt, der einen papierlosen Paketversand ermöglicht. Auf diese Weise entfällt nicht nur das Ausfüllen eines Paketscheins, sondern auch die Bezahlung des Paketes im Shop. In Kürze lässt DPD den mobilen Paketschein für Retourensendungen folgen.

Beispiel GLS Germany: Mit dem mobilen GLS-Paketschein für Smartphones brauchen die Kunden der 5.000 Paketshops nichts mehr per Hand ausfüllen oder zu Hause auszudrucken. Das übernimmt vielmehr das Shop-Personal.

Die besagte Digitalisierung puscht übrigens den Trend hin zur maximalen Transparenz: Die ist erreicht, wenn Empfänger online im Detail nachverfolgen können, wo sich ihr Paket gerade befindet – und wenn das Paket vom Empfänger flexibel umgelenkt werden kann. Sehr kurzfristige Änderungen sind dann zum Beispiel bei der Lieferadresse, dem Zeitfenster für die Zustellung oder dem Zustelltag „drin“. Lieferungen sollen also exakt dann kommen, wenn und wann die Käufer es möchten.

Paketshops sind Schrittmacherder Nachhaltigkeit

Grund Vier: In manchen Fällen lassen sich zusätzliche Effekte durch die Einbindung von Paketshops in so genannte Partnerwelten von Großkunden erzielen. Hermes mit seinen 36.000 Paketshops in Europa, darunter 14.000 in der Bundesrepublik, ist ein überzeugendes Beispiel für mögliche Synergien. Hermes kooperiert eng zum Beispiel mit Otto und H&M – und lässt die Paketshop-Betreiber davon profitieren.

Grund Fünf: Dafür, dass Paketshop-Betreiber im Trend der Zeit liegen, spricht nicht zuletzt die ökologische Karte. Sie wird zum Beispiel in einer im Februar 2015 veröffentlichten Studie des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik (BIEK) gezückt, für die der Verband mit der Technischen Hochschule Nürnberg kooperiert hatte. Thema der Untersuchung war die Frage, wie lebendige Innenstädte, immer mehr Fahrzeuge und eine funktionierende Paket- und Expresslogistik miteinander in Einklang gebracht werden können. In diesem Zusammenhang stehen die Paketshops glänzend da. In der Studie „Nachhaltige Stadtlogistik durch Kurier-, Express- und Paketdienste“ heißt es: „Das aus Sicht von Kommunen und Handel kohärente Ziel eines attraktiven Stadtbildes wird nicht erreicht, wenn der öffentliche Raum mit dichten Netzen unternehmensindividueller Schließfachlösungen bebaut wird“ – wie von manchen Stadtentwicklern und Logistikern diskutiert und angeregt. Die Stu die fährt fort: „Insofern ist der Paketshop-Lösung der Vorzug zu geben, weil hier vorhandene Objekte im städtischen Raum genutzt werden.“ Bei einer hohen Netzdichte hätten die Zustellung am Paketshop oder automatische Schließfächer die größten Nachhaltigkeitspotenziale, „wobei der Paketshop-Lösung der Vorzug zu geben ist.“